Landeskontrollverband Steiermark

Unser Service – Ihr Erfolg

Stellenangebote


Im Landeskontrollverband Steiermark wird im Oberes Ennstal eine Stelle als Probenehmer ausgeschrieben. Stellenausschreibung Kontrollkreis Liezen


Das Qualitätslabor St. Michael QLM ist eine akkreditierte Prüfstelle für die Analyse von Rohmilch, Milch- und Fleischprodukten, Trinkwasser, Abwasser und Umfeldproben.
Stellenausschreibung Qualitätslabor St. Michael


Aktuelle Informationen

Rechnen zahlt sich aus


Sie kennen die Leistung Ihrer Milchkuhherde, Ihr Milchgeld, Sie wissen, wie viel für ein Zuchttier zu erlösen ist, aber wissen Sie auch, wie viel wirklich als Einkommen übrig bleibt? Steht der Betrieb auf mehreren „Standbeinen“? Macht eine meiner Produktionssparten Verlust, der „Querfinanziert“ werden muss? Lohnt sich ein Umstieg, z.B. auf Bio? Jungvieh auslagern? Unangenehme Fragen?
Von einem Deckungsbeitrag und den Fixkosten, die man davon in Abzug bringt, hat schon jeder einmal gehört, aber wie den Deckungsbeitrag berechnen (falls man kein Betrieb mit Buchführung ist)?
Eine sehr einfache und praktische und vor allem kostenlose Hilfe ist auf der Internetseite der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft, kurz AWI zu finden.
Benutzt man den Link:
Bundesanstalt für Agrarwissenschaft
so gelangt man zu einer umfangreichen Auswahl an Berechnungsvorlagen für unterschiedliche Betriebszweige und Produktionssparten.

Die Eingabemasken für die Berechnung sind sehr einfach gehalten und mit teils mit Standardwerten befüllt, man kann aber auch eigene Zahlen verwenden, sowie unterschiedliche Szenarien darstellen. Beim Klick auf ein „+“ werden detaillierte Informationen zu den vorgeschlagenen Werten gegeben, es gibt dort auch die Möglichkeit - falls vorhanden- eigene Zahlen zu verwenden.

Zusammenfassend gilt: ausprobieren, schmökern, eigene Schlüsse daraus ziehen, und vor allem das eigene Gespür „nachschärfen“. Es zahlt sich sicher aus!



Eigenbestandsbesamer-Ausbildung Rind

Es gibt noch einige freie Plätze beim Eigenbestandsbesamerkurs.
Nachstehender Link zur Anmeldung.
Anmeldung EBB-Ausbildung



LKV Steiermark-Mitarbeiterschulung September 2018
Professionelle Beratung für immer professionellere Betriebe


Die Spezialisierung in den bäuerlichen Milchviehbetrieben entwickelt sich laufend weiter. LKV-Geschäftsführer DI Peter Stückler zeigte anhand der Entwicklung in den letzten fünf Jahren eine jährliche Abnahme von 2,1% der LKV-Milchbetriebe bei einer gleichzeitigen jährlichen Steigerung der Kontrollkuhzahl von 1,7%. Auch wenn die Milchwirtschaft – anders als in vielen anderen Ländern – klar in der Hand bäuerlicher Familienbetriebe ist und bleibt, steigt durch die zunehmende Professionalisierung auf den Betrieben auch die Anforderung an die Qualität der Beratung. Vor diesem Hintergrund fand am 12. September in Mürzhofen die Herbstschulung für alle LKV-Mitarbeiter in der Steiermark statt.
Franz Reith erläuterte aufgrund der Revidierung des QM-Handbuches die aktuellen Änderungen. Das Audit hinsichtlich QS-Kuh im August verlief wieder erfolgreich. Das AMA-Gütesiegel QS-Kuh hat nachweislich zur Verbesserung der Tiergesundheit beigetragen und ist ein wesentliches Förderinstrument der Qualitätssicherung.
Ende 2018 erfolgt mit den LKV-Stammtischen zum Thema „Fruchtbarkeit und selektives Trockenstellen“ gemeinsam mit dem TGD die nächste Bildungsoffensive für Milchrinderbetriebe. Neu ist in diesem Jahr, dass die Stammtische vom LFI Steiermark organisiert werden. Maria Jantscher betreut dieses Bildungsprojekt und stellte die organisatorischen Abläufe und Zuständigkeiten sehr übersichtlich dar.
Das Projekt FoKUHs mit dem Schwerpunkt Genotypisierung weiblicher Rinder zur Weiterentwicklung der Genomselektion wurde in der Steiermark von den Betrieben extrem gut angenommen. Ing. Reinhard Pfleger berichtete vom Stand der Umsetzung und ging auf die Schnittstellen zwischen Zuchtorganisation und LKV in der Umsetzung des Projektes ein.
Franz Reith berichtete auch über eine aktuelle Serviceleistung speziell für Roboterbetriebe im Bereich Eutergesundheit durch Optimierung der Hygienebedingungen in der Milchgewinnung mit AMS-Systemen. Dieses Projekt erfolgt in Zusammenarbeit zwischen LKV, Arbeitskreis Milch, dem Labor des Landes Steiermark und dem Qualitätslabor St. Michael.
Gemeinsam mit Wolfgang Kolbe, Fa. IDEXX, wurden wichtige Aspekte beim Einsatz des Milchträchtigkeitstests diskutiert. Der Milchträchtigkeitstest hat sich mittlerweile zu einem wesentlichen Serviceinstrument in der systematischen Optimierung der Herdenfruchtbarkeit entwickelt. Ein zentrales Resümee dieses Programmpunktes war, dass der LKV-Mitarbeiter bei fraglichen Ergebnissen unbedingt mit dem Landwirt kommunizieren muss. Die Serviceleistungen von LKV und QLM sollen in Zukunft im Bereich Trächtigkeitskontrolle weiter ausgebaut werden.
Im Anschluss an die Schulung konnte der Rinderzuchtbetrieb von LKV-Obmann Ing. Andreas Täubl in Krieglach besichtigt werden. Erstklassiges Management, genetisch sehr interessante Tiere, eine breite Rassenvielfalt sowie eine große Gastfreundschaft bleiben den LKV-Mitarbeitern in guter Erinnerung. PST


Schulmilchbauern – Sympathieträger für die Milch

Siebzehn steirische Landwirte beliefern als „Schulmilchbauern“ Schulen mit Milch und Milchprodukten und zeigen den Kindern, Lehrern und Eltern wie die Milch auf ihren Höfen gewonnen wird. Sie sind damit wichtige Botschafter für die Milch und Milchwirtschaft. Obmann Hermann Madl begrüßte beim Steirischen Landesschulmilchtag am Tieberhof in Gleisdorf die Schulmilchbauern sowie hochkarätige Referenten rund ums Thema Milch.
Lesen Sie mehr


Strukturwandel in der heimischen Rinderhaltung setzt sich fort

Der Rückgang der Rinder haltenden Betriebe in Österreich hält weiter an, dies geht aus der jüngsten Rinderdatenbank-Auswertung der Agrarmarkt Austria (AMA) hervor. Mit Stichtag 1. Juni 2018 gab es hierzulande 58.573 Rinder haltende Betriebe, das sind um 259 weniger als am 1. März 2018. Ende des Jahres 2014 waren es noch 63.517 Betriebe. Der gesamte Rinderbestand hat sich mit 1,906.815 Stück im Jahresvergleich um 1,6% verringert. Die Anzahl der Milchviehbetriebe ging im Vergleich zum ersten Quartal des laufenden Jahres um 339 auf 29.619 zurück. In den Ställen dieser Betriebe werden insgesamt 537.681 Milchkühe gehalten. Die Anzahl der Milchkühe sank in Tirol im Vergleich zum Vorquartal mit -4,5% oder 2.977 Stück am stärksten. Alle Bundesländer verzeichnen im Vergleich ein Minus - sowohl bei den Tieren als auch bei den Haltern.
Quelle: AIZ



Durch Weiterbildung profitieren


Geschätzte Landwirtinnen und Landwirte!
Die Mitglieder des Arbeitskreises Milchproduktion schätzen das vielfältige Angebot und profitieren davon: „Die Zusammenkunft auf und mit anderen Arbeitskreisbetrieben hilft, dass man nicht betriebs-blind wird und man erkennt, welche Möglichkeiten der eigene Betrieb bietet.“

Lesen Sie mehr!

Herbst 2018: LKV-Stammtische mit Top-Information für die Praxis


Im November 2018 startet nach zwei Jahren wieder eine Serie von LKV-Stammtischen regional verteilt über die gesamte Steiermark. Nachdem die Veranstaltungen 2016 zum Thema „Kälbergesundheit“ ein überaus gutes Echo hervorgerufen haben, stehen heuer die Themen „Fruchtbarkeit“ und „Trockenstellen“ im Fokus.

Warum bringt der LKV-Stammtisch dem Landwirt einen hohen Nutzen?

Weil Experten des LKV mit einem fundierten Hintergrundwissen, was die Daten auf den Betrieben betrifft, gemeinsam mit praktischen Tierärzten, welche die Problematik aus ihrer täglichen Arbeit kennen, die Problembereiche aus zwei verschiedenen Blickwinkeln beleuchten und Lösungsvorschläge sowie systematische Herangehensweisen vorstellen. Aufgrund der kleinen Gruppengröße kann sich jeder Landwirt mit seinen Fragen und Beiträgen gut einbringen. Daraus ergibt sich ein wirklicher praktischer Nutzen für den Betrieb. Durch die Förderung aus der Ländlichen Entwicklung fällt für die Teilnehmer nur eine relativ geringe Teilnahmegebühr an.

Veranstalter: LFI, LKV, TGD Teilnehmerzahl je Veranstaltung: 20 bis max. 25 Anmeldung: über das jeweilige Kontrollorgan des LKV oder direkt beim LFI Steiermark Kosten: 19.- EUR



Steiermark-Lehrfahrt der österreichischen Schulmilchbauern

Es ist mittlerweile Tradition, dass sich österreichische Schulmilchbauern in den Sommerferien zu einer gemeinsamen Lehrfahrt aufmachen und das Schuljahr Revue passieren lassen. Seit nunmehr 25 Jahren beliefern rund 100 bäuerliche Schulmilchlieferanten an über 3.800 Kindergärten und Schulen pasteurisierte Milchspezialitäten aus der Region. Über 40 Schulmilchbauern haben die zweite Ferienwoche genützt und an der siebenten Lehrfahrt für österreichische Schulmilchbauern, diesmal in die Steiermark, teilgenommen.

Ein reger Erfahrungsaustausch über Marketing, Kostenentwicklung, Qualitätssicherung, technische Entwicklungen und das EU-Schulprogramm fand neben der Besichtigung von innovativen und erfolgreichen Schulmilchbetrieben und Milchdirektvermarktern in der Steiermark statt:

  • Wolfgang Judmaier, Zehenthof, Kurzheim 7, 8793 Trofaiach
  • Hermann Madl, Hart 12, 8732 Seckau
  • Mantscha-Müch GmbH, Mantscha 14, 8054 Graz
  • Christoph Alois Krenn, Raabau 44, 8330 Feldbach

Die Besichtigung der Obersteirischen Molkerei mit der Milcherlebniswelt und einer professionellen Öffentlichkeitsarbeit sowie der GENOSTAR Rinderbesamung GmbH in Gleisdorf mit Stierpräsentation und Vorstellung des Zuchtprogrammes, des Fruchtzubereitungsbetriebes Mayer & Geyer GmbH sowie des A1-Ringes in Spielberg waren weitere spannende Programmpunkte. Auch die Schulmilchbauern wurden zu Wort gebeten und präsentierten während der Lehrfahrt ihre Betriebe und Aktivitäten. Eine Führung durch die Grazer Altstadt und auf den Schlossberg bildete den Ausklang der gemeinsamen Tage.
Frau Ministerialrat DI Michaela Zoch informierte über die Änderungen im EU-Schulmilchprogramm, deren nationale Umsetzung und ein geplantes Informationsschreiben der drei Ministerien (Landwirtschaft, Gesundheit und Bildung) an alle Schulen Österreichs bezüglich der fünftägigen Trinkmilchaktion für alle Taferlklassler zu Schulbeginn. Der Koordinator für die Schulmilchbauern, Josef Weber, berichtete über die Verteilung des Milchglases an alle Schüler, welche am EU-Schulprogramm Milch teilnehmen.
Hermann Madl, Obmann der steirischen Schulmilchbauern, stellte die Arbeit der steirischen Schulmilchbauern vor und bedankte sich bei den Personen, welche die Lehrfahrt organisiert haben. Mit Frau Dipl.Päd. Ulrike Halsmayer begrüßte er eine Bäuerin aus Großreifling, die neu in den Kreis der Schulmilchbauern einsteigen möchte.
Die Teilnahme von leitenden Beamten aus dem Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, von maßgeblichen Mitarbeitern der AMA und des Qualitätslabors St. Michael unterstrichen die gute Vernetzung der Schulmilchbauern mit wichtigen Partnern.
Ein besonderer Dank gilt den steirischen Exkursionsbetrieben für die so gastfreundliche Aufnahme der Schulmilchbauern!

DI Peter Stückler, LK Steiermark

Qualitätssicherungsprogramm „QS-Kuh“- Auszahlung des Kontrollkostenzuschusses 2017


Mit 2015 startete die neue, fünfjährige Programmperiode des Qualitätssicherungs-programmes „QS-Kuh“ als Zusatzmodul im AMA Gütesiegel – Haltung von Kühen – neu durch.
Ziel dieses Programmes ist die laufende nachhaltige Sicherung und Steigerung der Milch- und Fleischqualität, sowie des Tierwohles und der Tiergesundheit in den österreichischen Rinderzuchtbetrieben.
Weiters soll die Etablierung einer langfristigen Strategie auf den Milch- und Fleischrinderbetrieben die Leistungsfähigkeit im Einklang mit der Gesundheit unserer Tiere nachhaltig absichern! Alle bei der amtlichen Leistungsprüfung erhobenen Daten werden dokumentiert und genauestens ausgewertet. Speziell durch die Erhebung der für das Programm relevanten geburtsnahen Beobachtungen, der Zellzahl uvm., wird das oberste Qualitätsmerkmal „Tierwohl“ im AMA Gütesiegel dokumentiert und somit greifbar gemacht. Dies hilft sowohl den Rinderzüchtern als auch dem zuständigen Veterinär bei etwaigen Problemen rasch bzw. sogar vorbeugend zu reagieren. Nur so können Tierwohl, Tiergesundheit und in Folge auch die Wirtschaftlichkeit nachhaltig gefördert und erhalten werden.
Die jährlichen Auswertungen der erhobenen Parameter zeigen auch eine sukzessive Verbesserung der Qualitätsmerkmale und bestätigen somit die rigorose Umsetzung des Qualitätssicherungsprogrammes.
Durch eine regelmäßige Überkontrolle der AMA auf den Betrieben und ein jährliches Audit der Arbeit in den LKV`s wird eine ordnungsgemäße Durchführung des Qualitätssicherungsprogrammes gewährleistet. Die Produktion von gesunden Lebensmitteln, sowie die nachhaltige Erhaltung einer lebenswerten und gepflegten Naturlandschaft werden somit durch die Arbeit der österreichischen Rinderhaltungsbetriebe automatisch und kostenlos garantiert.

Mit Ende Juni 2018 wurde heuer der Kontrollkostenzuschuss 2017 in der Höhe von € 24,00/Milchkuh, € 8,00/Mutterkuh und € 9,60/Milchschaf für die am Qualitätssicherungsprogramm teilnehmenden Betriebe pünktlich ausbezahlt. Bei einigen Betrieben muss eine Nachreichung von Formularen vorgenommen werden. Hier wird sich die Auszahlung etwas verzögern.



Projekt D4Dairy: Weiterentwicklung der bäuerlichen Rinderwirtschaft im digitalen Zeitalter

ZAR/Zucht Data: Für Vorsorge und Früherkennung von Erkrankungen nutzen

Wien (OTS) - Seit 13. Juni 2018 steht es fest! Die Forschungsförderungsgesellschaft FFG) entschied sich für das von der ZAR/ZuchtData eingereichte Projekt D4Dairy. Der Projekttitel steht für die 4 D´s: Digitalisation, Data integration, Detection and Decision support in Dairying, also Digitalisierung, Datenintegration, Erkennung und Entscheidungshilfe für die Milchproduktion. D4Dairy wurde im November 2017 beim österreichischen Kompetenzzentrenprogramm des FFG (COMET Competence Centers for Excellent Technologies) eingereicht und unter enormer Konkurrenz von 20 weiteren Projektanträgen aus der österreichischen Wirtschaft für die Förderung empfohlen
https://www.ffg.at/presse.


Datenhoheit am Bauernhof

"Wir Rinderzüchter forschen seit Jahren intensiv für die Praxis, um für uns Bauern neue Hilfestellungen im Bereich des Herdenmanagements und der Zucht zu bieten. Gerade unsere Branche muss mit umfassenden Veränderungen und Weiterentwicklungen Schritt halten. Technologien, die vor kurzem noch im Forschungsstadium waren, sind heute im breiten Routineeinsatz. Die Digitalisierung bietet viele Chancen, aber auch Herausforderungen. Der Zugang zu den Daten, die auf den bäuerlichen Betrieben generiert werden, ist die Voraussetzung, dass Zuchtziele von den Bauern selbst vorgegeben und über die Zuchtprogramme umgesetzt werden können. So kann sich die österreichische Landwirtschaft mit ihren Stärken, wie einer hohen Tiergesundheit, einem geringen Antibiotikaeinsatz sowie ökologischem Fußabdruck, im internationalen Markt positionieren. Die Entscheidung des FFG für D4Dairy zeigt eindeutig den hohen Stellenwert der österreichischen Landwirtschaft, dass trotz der großen Konkurrenz aus der Wirtschaft dieses Projekt letztendlich ausgewählt wurde. Damit ist ein wichtiger Schritt getan, um die bäuerliche Landwirtschaft mit ihren Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette auch in Zukunft abzusichern", ist sich ZAR-Obmann Stefan Lindner sicher.


Netzwerk aus Wirtschaft und Wissenschaft

"Digital unterstützte Landwirtschaft ist in den verschiedensten Produktionssparten ein stark wachsender Sektor. Mit der Anhäufung der Daten wächst die Herausforderung, diese sowohl für Landwirte als auch für Verarbeiter nutzbringend einzusetzen. Und genau hier setzt das Projekt D4Dairy an, mit dem Ziel, erfasste Daten bestmöglich zu vernetzen und unter Nutzung modernster Technologien und Datenanalysen (Big Data) eine digitale Unterstützung des Managements auf den Betrieben aufzubauen und so die Wettbewerbsfähigkeit der bäuerlichen Familienbetriebe zu stärken. Die neuen Möglichkeiten sollen für Vorsorge und Früherkennung von Erkrankungen genutzt werden und dadurch das Tierwohl und die Lebensmittelqualität in Österreich weiter verbessern. Für diese komplexen Fragestellungen hat D4Dairy ein international wettbewerbsfähiges Netzwerk aus 30 Wirtschafts- und zwölf Wissenschaftspartnern, darunter der Komplexitätsforscher und österreichische Wissenschaftler des Jahres 2017, Prof. Dr. Stefan Thurner, aus dem In- und Ausland aufgebaut", so die Leiterin des D4Dairy-Konsortiums, Christa Egger-Danner (ZuchtData).
Partner sind in- und ausländische Universitäten, Kompetenzzentren, Forschungseinrichtungen und Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette Milch (Landwirte, Zuchtorganisationen, Milchverarbeiter, Tiergesundheitsdienste, Interessensvertretungen u.a.) sowie nationale und internationale Technologieanbieter (Sensoren, Fütterung, Klimamessung, Datenverarbeitung).


Rückfragen & Kontakt:

Dr. Christa Egger-Danner
ZuchtData
Tel: 01/334 17 21-16
E-Mail: egger-danner@zuchtdata.at


Weltmilchtag: Steirische Milchbauern stark unter Druck

Titschenbacher: Qualitätsmilch braucht einen fairen Preis

Graz, 28. Mai 2018 (aiz.info). - "Die heimischen Milchbauern gehen konsequent den Qualitätsweg und bringen neben ausschließlich gentechnikfreier Qualitätsmilch auch diversifizierte Sorten wie beispielsweise Biomilch, Heumilch oder Bio-Heumilch in die Regale", betont der steirische Landwirtschaftskammer (LK)-Präsident Franz Titschenbacher. An die Adresse des Lebensmittelhandels in Österreich stellt er aber in aller Deutlichkeit klar: "Die momentan angespannte Milchmarktlage zu nutzen, um noch höhere Produktionsstandards bei den Bauern zum Nulltarif durchzusetzen, ist unlauter und inakzeptabel.
Lesen Sie mehr im PDF Dokument
Weltmilchtag: Steirische Milchbauern stark unter Druck


100 Roboterbetriebe im LKV Steiermark

Mai 2018: Mittlerweile sind 100 Roboterbetriebe dem Landeskontrollverband Steiermark angeschlossen, um das Service im Bereich Milchinhaltsstoffe, Herden- und Fruchtbarkeitsmanagement in Anspruch nehmen.
Die Betreuung der AMS-Betriebe bringt auch für den LKV neue Herausforderungen. So werden mehrmals pro Jahr Schulungen - auch mit den AMS Firmen - für unsere Mitarbeiter angeboten, um ein bestmögliches Service bieten zu können. Die gute Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Milch-AMS unterstützt die Qualität der Betreuung unserer Mitglieder.
Im LKV Herdenmanager ist neben der Ketoseauswertung der Milchproben auch noch ein eigener Bereich für AMS – Betriebe, wo die Zwischenmelkzeiten detailliert dargestellt werden.
Laut der ICAR-Richtlinie (International Committee for Animal Recording) muss jedes Milchmengenmessgerät überprüft und gegebenenfalls geeicht werden. Die Überprüfung kann vom LKV im Laufe des Jahres kostenfrei für alle Fabrikate angeboten werden. Dazu wurden eigene Schulungen mit den AMS Firmen absolviert.
Neuestes Projekt des Arbeitskreises Milch in Zusammenarbeit mit dem Tiergesundheitsdienst, dem Qualitätslabor St. Michael und dem LKV Steiermark sind bakteriologische Untersuchungen mittels Tupferproben am Melkzeug und an den Reinigungsbürsten des AMS. Diese kostengünstige Untersuchung soll eine Unterstützung im Bereich der Milchhygiene sein, um die Qualität weiter zu verbessern.
Es ist davon auszugehen, dass automatische Melksysteme in vielen weiteren steirischen Milchviehbetrieben das Melksystem der Zukunft sein werden. Der LKV bemüht sich, unverzichtbarer und zeitgemäßer Partner dieser Betriebe zu bleiben.

Marold Michael


Sensortechnik im Herdenmanagement

Moderne Systeme machen mit einer Brunsterkennungsrate von bis zu über 90% auf sich aufmerksam. Auch Zwischenbrunstperioden werden vom Großteil der Systeme richtig erkannt, sodass Fehlalarme nur noch in Ausnahmefällen auftreten. Viele dieser technischen Lösungen überwachen gleichzeitig auch den Gesundheitszustand. Erkrankungen werden bis zu 8 Tage vor den klinischen Symptomen erkannt. Insbesondere für Betriebe mit knappen Arbeitszeitressourcen und für Nebenerwerbsbetriebe bilden sie eine mögliche Alternative zur visuellen Tierbeobachtung.
Lesen Sie mehr im PDF-Dokument.
Sensortechnik im Herdenmanagement


Auftaktveranstaltung zum Klauen-Q-Wohl

Klauen: Das Fundament für eine erfolgreiche Milchproduktion
Mit dem Projekt Klauen-Q-Wohl wird eine wichtige Lücke in der Datenaufzeichnung für Gesundheitsmerkmale beim Rind geschlossen. Es werden zwar bereits Diagnosen von Klauenerkrankungen über Tierärzte zentral erfasst und Abgänge aufgrund von Klauenerkrankungen routinemäßig erhoben, allerdings überwiegend nur Informationen von Kühen, bei denen der Schweregrad der Erkrankung bereits weit fortgeschritten ist. Die regelmäßige und vollständige Dokumentation der Klauenpflege soll vor allem Veränderungen und der Ursache von Lahmheiten näher auf den Grund gehen und einen wertvollen Beitrag leisten, damit eventuelle Probleme frühzeitig erkannt werden.
Lesen Sie mehr im PDF Dokument.
Auftakt Klauen Q-Wohl
Klauen Atlas
Klauen Q-Wohl auf ZAR.AT


LKV – Mitarbeiterschulung


Die Mitarbeiter sind das Kapital des Landeskontrollverbandes Steiermark. Sie sind das Bindeglied zum Milchviehbetrieb und zunehmend in der Beratung und Unterstützung im Management unverzichtbar. Ständige Weiterbildung ist die Voraussetzung dafür, immer am aktuellen Stand der Entwicklungen in der Milcherzeugung zu sein.

Am 25. April 2018 fand eine Schulung in Mürzhofen statt, bei der zum zweiten Mal auch die Zuchtberater der Rinderzucht Steiermark sowie die Kollegen der Arbeitskreisberatung und des Qualitätslabors in St. Michael teilnahmen, um in zentralen Beratungsfragen gut abgestimmt zu sein.

Franz Reith erläuterte sehr übersichtlich die erforderlichen Dokumentationen im AMA-Gütesiegelprogramm QS Kuh. QS Kuh hat eine hohe Priorität in der Arbeit des LKV Steiermark.

DI Karl Wurm beleuchtete die Möglichkeiten von KetoMir, das ab Oktober für alle Betriebe freigeschaltet wurde, in der Beratung. KetoMir bietet die Grundlage für ein systematisches Monitoring der Herde hinsichtlich Ketosegeschehen und kann insbesondere zum Erkennen von Betriebsproblemen genutzt werden.

Dr. Chrsita Egger-Danner stellte die Zielrichtung aktueller Forschungs- und Entwicklungsprojekte in der Rinderzucht vor. Die längerfristige Konkurrenzfähigkeit der Rinderzüchter und Milchproduzenten hängt maßgeblich vom Fortschritt in den Hochtechnologien ab. Auch die Frage, ob die Zucht und Qualitätssicherung in bäuerlicher Hand gehalten werden kann, hängt damit zusammen. Der LKV Steiermark ist ein wichtiger und verlässlicher Partner in der Umsetzung dieser Projekte sowie der wichtigste Kommunikator in Richtung Landwirte.

Mag. Elisabeth Lienhart bot mit ihren Ausführungen Hilfestellungen für die Außendienstmitarbeiter für den Fall an, dass sie in den Mitgliedsbetrieben mit Krisensituationen konfrontiert werden.

Geschäftsführer DI Peter Stückler unterstrich die Bedeutung der Milchträchtigkeitstests und das neue diesbezügliche Angebot an die Roboterbetriebe. Weiters wurde auf Basis der Ergebnisse aus dem ADDA-Projekt auf die zunehmende Bedeutung der bakteriologischen Untersuchung von Viertelgemelksproben als Grundlage für Behandlungen und das Trockenstellen eingegangen. Der LKV wird die Mitglieder in dieser Angelegenheit unterstützen.

Obmann Ing. Andreas Täubl stellte die neue Zusammensetzung des LKV-Vorstandes vor.



Delegiertenversammlung des LKV Steiermark

LKV – der Dienstleister im Herdenmanagement


Der Strukturwandel in der Tierhaltung hält weiter an. Bei der Delegiertenversammlung 2017 weist der LKV Steiermark 2.912 Mitgliedsbetriebe in der Milchleistungsprüfung und 420 Betriebe in der Fleischleistungsprüfung sowie 18 Schaf- und Ziegenbetriebe aus. Bei rückläufiger Mitgliederzahl steigt aber die Zahl an Kühen, die der Qualitätssicherung angeschlossen sind. Strukturwandel und steigende Effizienz
Der LKV Steiermark hat den Strukturwandel der Betriebe mit einer deutlichen Steigerung der Effizienz in der Betreuung beantwortet. 65 Vollarbeitskräfte führen als Mitarbeiter des LKV die Qualitätssicherung und die Leistungsprüfung auf den Betrieben durch und entwickeln sich immer mehr zu Begleitern und Beratern im Herdenmanagement. Im Hintergrund werden die Werkzeuge auf Basis des RDV ständig weiter entwickelt und die Möglichkeiten der zeitgemäßen Nutzung der Daten (LKV-App und Herdenmanager) geschaffen. Das AMA-Gütesiegelprogramm QS-Kuh aus Mitteln der „Ländlichen Entwicklung“ bedeutet für die Mitgliedsbetriebe eine maßgebliche Entlastung in der Finanzierung der Leistungsprüfung. Damit wurde in den letzten Jahren aber auch ein nachweislicher Beitrag zur Verbesserung der Eutergesundheit gelegt.

Serviceleistungen
Obmann Andreas Täubl betonte, dass eine Reihe von laufenden und abgeschlossenen Projekten auf nationaler Ebene den LKV-Mitgliedern neue Möglichkeiten im Management eröffnet. Seit Oktober steht mit „KetoMIR“ aus den laufenden Daten der Milchanalytik ein Werkzeug zur wirksamen Vorbeugung klinischer Ketosen zur Verfügung. In dem nun startenden Projekt „Klauen-Q-Wohl“ soll die Basis für die routinemäßige Erfassung von Klauenpflegedaten geschaffen werden – als wichtige Hilfe für den Betrieb und als Grundlage für die züchterische Weiterentwicklung der Klauengesundheit. Im Projekt „FoKUHs“ soll der Weg für die breitflächige Genotypsierung aller weiblichen Tiere am Betrieb aufbereitet und die genomische Zuchtwertschätzung weiterentwickelt und auf Gesundheitsmerkmale ausgedehnt werden.

LKV schafft Datenvernetzung in bäuerlicher Hand
„Der LKV erhebt Daten und Leistungen, er schafft aber im Verbund mit der gesamten Organisationsstruktur im tierischen Bereich ein System der Datenvernetzung für den tierhaltenden Betrieb, ohne das modernes Herdenmanagement nicht in der heutigen Form möglich wäre. Der LKV Steiermark versteht sich dabei als Teil eines Netzwerkes aus bäuerlichen Organisationen wie Molkereien, Qualitätslabor, Zuchtorganisation, Besamungsstation und Arbeitskreisberatung, in dem letztendlich alle gemeinsam das Ziel eines wirtschaftlichen Erfolges auf den Betrieben verfolgen“, so Geschäftsführer Stückler.

Neuwahlen
Die Delegierten wählten im Rahmen der Vollversammlung in Oberaich den Vorstand für die nächsten vier Jahre. Als Obmann wird weiterhin Andreas Täubl aus Krieglach fungieren, neu als Obmannstellvertreter vertritt Matthias Bischof aus Oberwölz die Interessen der Bauern im Vereinsvorstand. „Milchwirtschaft und Rinderzucht sind ein zukunftsfähiges Aufgabenfeld, der Sektor braucht aber auch Solidarität.“ Mit dieser Aussage schloss Agrarlandesrat Seitinger sein Statement. PST



Monitoring von Beta Kasein über die Genomische Selektion

Dr. H. Schwarzenbacher (ZuchtData), Dr. R. Emmerling (LfL Grub) Prof. Dr. K. U. Götz, (LfL Grub) für das ZWS-Team DE-AT-CZ

Ab Oktober 2017 wird im Rahmen der Routine zur Genomischen Selektion auch der Allelstatus der Tiere für die verschiedenen Beta Kasein Varianten über die SNP-Chip Genotypisierung bestimmt. Die Ergebnisse werden in Form der beiden Hauptallele A1 und A2 für die untersuchten Tiere veröffentlicht. Im Verlauf des letzten Jahres haben die Anfragen aus der Praxis zu diesem Thema sprunghaft zugenommen. In diesem Artikel soll der Frage nachgegangen werden, ob der Hype um die A2 Milch durch die wissenschaftliche Faktenlage zu rechtfertigen ist.

Kaseine in der Milch

Das Kuhmilcheiweiß setzt sich zu 80% aus Kaseinen und zu rund 20% aus Molkeneiweiß zusammen. Beta-Kasein ist innerhalb der Kaseineiweiße mit rund 30% der zweitwichtigste Bestandteil. Durch Mutationen sind im Laufe der Stammesgeschichte des Rindes verschiedene Varianten von Betakasein entstanden. Derzeit sind 15 solche Varianten bekannt. Die Beta-Kaseine A1 und A2 sind dabei bei unseren Rindern die weitaus häufigsten Varianten. Wesentlich seltener kommen die Varianten A3 (A2-ähnlich), B (A1-ähnlich), C (A1-ähnlich) und I (A2-ähnlich) vor. Die Frequenz des A2 Allels liegt derzeit bei Fleckvieh bei rund 60-65%, bei Holsteins zwischen 60 und 70% und bei Braunvieh zwischen 80-85%. Es gibt Rinderrassen wie das Guernsey oder Jersey Rind mit sehr hohen A2 Frequenzen bzw. Rassen wie die Norwegischen Roten mit sehr hohen A1 Frequenzen.

Hypothesen ab Ende der 90er Jahre

Die Diskussion um A1 bzw. A2 begann bereits Ende der 90er Jahre. Dreh- und Angelpunkt der Diskussion ist ein Stoff, der beim Abbau von A1 Milch im Verdauungstrakt entsteht: Beta-Casomorphin 7 (BCM-7). Dieser Stoff wird beim Abbau von A2 Milch nicht oder nur in sehr geringen Mengen gebildet. BCM-7 wurde zunächst mit einem erhöhten Risiko für die Entstehung von Krankheiten wie Typ1 Diabetes, Herzinfarkt und Autismus in Verbindung gebracht. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und das deutsche Max-Rubner-Institut haben in den Jahren 2009 bzw. 2016 die betreffenden Studien geprüft und kamen zu dem Schluss, dass es keine wissenschaftlich belegten Zusammenhänge zwischen dem Konsum von A1-Milch und den genannten Erkrankungen gibt.

Milchallergien und -unverträglichkeiten

In den letzten Jahren hat sich die A2 Diskussion vermehrt auf das Thema Milchunverträglichkeit verlagert. Hier müssen zunächst einmal die Begriffe Milchallergie und Milchunverträglichkeit geklärt werden. Bei einer Allergie reagiert das menschliche Immunsystem auf das Milcheiweiß (häufig auf Kasein-Hauptbestandteil αS1) mit schweren Symptomen. Bei einer Unverträglichkeit dagegen reagiert vor allem die Verdauung. Der Mensch, der an einer Unverträglichkeit leidet, verträgt das Milcheiweiß bis zu einer individuellen Toleranzgrenze. Dann reagiert der Körper mit Blähungen, Krämpfen und Durchfall. Während sich eine Allergie durch einen Bluttest eindeutig nachweisen lässt, ist dies bei einer Milcheiweißunverträglichkeit nicht möglich. Daneben gibt es noch die Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz). Diese tritt bei rund 20% der erwachsenen Bevölkerung auf und ist durch eine genetisch bedingte Beeinträchtigung der Produktion des Enzyms Laktase verursacht, die den Milchzucker im Körper abbaut. Obwohl die Symptome der Laktoseintoleranz einer Milcheiweißunverträglichkeit ähnlich sind, sind die Ursachen doch grundverschieden.

Aktuelle Humanstudien

Es gibt derzeit zwei Studien die beim Menschen durchgeführt wurden und den Einfluss des Konsums von A1 bzw. A2 Milch untersucht haben. Beide Studien sind mit 41 bzw. 45 Teilnehmern mit Milchunverträglichkeiten als eher klein zu beurteilen. Außerdem ist zu beachten, dass die untersuchten Personen aus Asien stammten und vor Beginn der Studie angegeben hatten, dass sie Milch im Allgemeinen schlecht vertragen. Die Studien zeigten für diese Personen weniger Beschwerden beim Konsum von A2 Milch. Dies traf auch für die Teilnehmer mit nachgewiesener Laktoseintoleranz zu. Dieses Ergebnis ist unerwartet, denn A2 Milch weist einen normalen Milchzuckergehalt auf. Diese beiden Studien sind zwar ernstzunehmende Arbeiten, reichen aber bei weitem nicht für eine abschließende Beurteilung aus. Insbesondere fehlt eine Beurteilung der Relevanz der statistischen Befunde. Erschwerend kommt hinzu, dass die beiden Humanstudien von der a2 Milk Company Limited (Neuseeland) finanziert und mit verfasst wurden

Schlussfolgerung:

Die Milch unserer Kühe enthält ohnehin schon 65% bis 80% A2-Kasein. Ernsthafte gesundheitliche Beeinträchtigungen durch den Konsum von A1-haltiger Milch können nach sorgfältiger Abklärung durch renommierte europäische Einrichtungen so gut wie sicher ausgeschlossen werden. Nach den vorliegenden Ergebnissen zu Verdauungsbeschwerden durch A1-haltige Milch könnte reine A2-Milch ein interessantes Produkt für den asiatischen Markt werden. Dies gilt aber in erster Linie für Trinkmilch, Käseprodukte und andere Milcherzeugnisse sind noch nicht abgeklärt. Ob die Ergebnisse für den europäischen Markt überhaupt irgendeine Relevanz besitzen, kann im Moment noch nicht gesagt werden, hierzu wären europäische Studien notwendig. Die Erfahrungen aus 5.000 Jahren Milchkonsum lassen jedoch nicht allzu viel erwarten. Angesichts der internationalen Konkurrenz in der Rinderzucht im Genomik-Zeitalter sollten wir uns genau überlegen welche zusätzlichen Merkmale wir in den Selektionsprozess aufnehmen. Eine radikale Selektion auf A2/A2-Bullen würde uns zwei Drittel aller Selektionskandidaten kosten. Wir sollten daher abwarten, bis belastbare und wissenschaftlich abgesicherte Fakten vorliegen, bevor wir Milcheiweißvarianten in der Zucht berücksichtigen. Bis dahin sollten wir die Genotypisierung der A1/A2 Variante im Sinne eines genetischen Monitorings weiterführen.



LKV Info 03.09.2018

EU: Wachstum der Milchanlieferung leicht abgeschwächt


(ZMB/WO) Das dritte Quartal 2018 hat in der EU mit einer leichten Abschwächung des Wachstums der Milchanlieferung begonnen. Im Juli wurden im Schnitt 1,0% mehr Milch angeliefert als im Vorjahresmonat. Im August hat sich die Hitze in Europa dämpfend auf die Produktion ausgewirkt.

1,5 Mio. Tonnen mehr Milch bis Juli
In den ersten sieben Monaten von 2018 stieg das Milchaufkommen in der EU um 1,5 Mio. Tonnen auf 94,2 Mio. Tonnen. Dies bedeutet eine durchschnittliche Zunahme von 1,7%. Mengenmäßig betrachtet kam es im laufenden Jahr zu den größten Zunahmen in Deutschland und Frankreich.

Weniger Inhaltsstoffe
Die Gehalte an Milchinhaltsstoffen waren in der EU seit April im Schnitt niedriger als im Vorjahr zur gleichen Zeit. In den Sommermonaten lagen die Fettgehalte unter 3,9%.

Biomilchanlieferung kräftig ausgeweitet
Bei Biomilch setzt sich das kräftige Wachstum, das in verschiedenen EU-Ländern bereits 2017 eingesetzt hat, weiter fort. Am stärksten ausgeprägt war die Expansion in Frankreich.

Milchpreise überwiegend fester
Die Milchpreise sind in der EU im Juli überwiegend angehoben worden. Das Vorjahresniveau wurde in den meisten Ländern spürbar unterschritten. Für die kommenden Monate werden weiterhin festere Milchpreise erwartet. Die jüngste Entwicklung der Preise für Blockbutter und Magermilchpulver lässt die Erwartungen aber etwas moderater ausfallen als noch im August.
25.09.2018 PST

Rückgang der Milchpreise in der EU gestoppt


(ZMB/WO) Die Milchanlieferung in der EU war im Juni 2018 saisonal erstmals rückläufig, nachdem im Mai die übliche Saisonspitze erreicht war. Das Milchaufkommen hat im ersten Halbjahr um 1,8% oder 1,4 Mio. Tonnen zugenommen. Die mengenmäßig größte Zunahme gab es in Deutschland. In Österreich wurde im ersten Halbjahr eine um 5,7% höhere Milchmenge als im Vorjahr an die Molkereien und Käsereien geliefert.

Dürre in Nordeuropa
Die Auswirkungen der Dürre in Nordeuropa waren im Juni noch begrenzt und werden sich mittelfristig voraussichtlich stärker zeigen. Besonders stark ausgeprägt war die Trockenheit in der Nordhälfte Deutschlands, den Benelux-Ländern, Dänemark, Südschweden sowie Teilen des Vereinigten Königreichs und Irlands. Die Auswirkungen der Dürre werden sich nach Erfahrungen aus der Vergangenheit erst später zeigen.

Milchaufkommen außerhalb der EU unterschiedlich
In Drittländern hat sich das Milchaufkommen im Juni und Juli 2018 unterschiedlich entwickelt. Die Milchproduktion in den Exportländern hat sich im Juni weiter über dem Niveau der Vorjahre bewegt. Der internationale Handel mit Milchprodukten ist in den ersten sechs Monaten erneut gewachsen. Die Exporte der EU von Milchprodukten lagen im ersten Halbjahr 2018 etwa auf dem Vorjahresniveau.

Erzeugermilchpreise sollten wieder anziehen
Die Milchpreise sind in den meisten EU-Ländern in den ersten fünf Monaten zurückgegangen. Das Niveau von 2017 wurde im Laufe des zweiten Quartals überwiegend unterschritten. Um die Jahresmitte dürften die Milchpreise ihren vorläufigen Tiefpunkt erreicht haben. Im Juni sind die Preise in den meisten Ländern der EU wieder leicht gestiegen. Aufgrund der festeren Entwicklung bei Käse, Butter und Milchpulver einerseits und den Folgen der Dürre in Nordeuropa andererseits sollten die Erzeugermilchpreise in den kommenden Monaten wieder anziehen.
Durchschnitts-Milchpreise 2016-2018


LKV Info 20.07.2018

Milchmarkt aktuell
EU: Rekordanlieferung im Mai

(ZMB/WO) Im Mai 2018 hat die Milchanlieferung in der EU-28 ihren saisonalen Höchststand erreicht. Mit schätzungsweise 14,5 Mio. t wurden 1,6 % mehr Milch angeliefert als im Vorjahresmonat. Damit wurde so viel Milch angeliefert wie nie zuvor in einem Monat. Die Entwicklung in den einzelnen Mitgliedsstaaten war sehr unterschiedlich. In den Niederlanden, Irland und der Slowakei fielen die Milchmengen niedriger aus als im Vorjahresmonat. Der Rückgang in den Niederlanden ist in erster Linie auf die Phosphatregulierung zurückzuführen und dürfte zunächst weiter anhalten. In Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Dänemark und Slowenien waren bescheidene Wachstumsraten von weniger als 1,0 % zu beobachten. Der größte Zuwachs hat nach einer Phase des Lieferrückganges nun in Deutschland stattgefunden.

Unsichere Aussichten

Die Grundfuttersituation stellt sich im laufenden Jahr in weiten Teilen anders dar als im Vorjahr mit teilweise außergewöhnlich guten Ernten, vor allem in Bezug auf die Qualitäten. Neben Deutschland waren auch weitere Länder im Juni und Anfang Juli von ungewöhnlicher Dürre betroffen, darunter Dänemark, Irland, das Vereinigte Königreich, Skandinavien, Polen und das Baltikum. Aufgrund der aktuellen Trockenheit sind im zweiten Halbjahr von 2018 und im Frühjahr 2019 Beeinträchtigungen der Milcherzeugung möglich. In welchem Umfang kann derzeit allerdings noch nicht abgeschätzt werden.

Weltmilcherzeugung weiter steigend

Auch außerhalb der EU ist das Milchaufkommen in den ersten Monaten von 2018 überwiegend gestiegen.

Leichte Erholung der Milchpreise zu erwarten

Die Milchpreise in der EU sind in den meisten EU-Ländern im Mai 2018 nochmals leicht gesunken. Im Mai dürften die Preise ihren Tiefpunkt im Jahresverlauf erreicht haben. Für Juni sind teilweise wieder höhere Auszahlungen angekündigt worden. Nachdem sich die Erlöse für Butter und Magermilchpulver im Juni und Anfang Juli abgeschwächt haben, dürfte der Spielraum der Preise nach oben zunächst aber begrenzt sein.


LKV Info 18.05.2018

EU: Milchanlieferung im März gedämpft

(ZMB/WO) Das Wachstum der EU-Milchanlieferung hat im März 2018 flächendeckend merklich nachgelassen. Teilweise ist die Entwicklung sogar ins Negative umgeschlagen. Damit ist die Expansion, die seit Herbst 2017 zu beobachten war, zumindest zunächst zum Stillstand gekommen und das Milchaufkommen niedriger ausgefallen als es im Vorfeld erwartet wurde. Eine wichtige Rolle hat im März die ungünstige Entwicklung der Witterung gespielt. Die Vorjahreslinie wurde im März in der EU-28 im Schnitt um 0,4 % überschritten. Im Februar war noch ein Plus von 2,7 % und im Januar sogar von 4,0 % registriert worden.


2,3 % mehr Milch im ersten Quartal

In den ersten drei Monaten von 2018 ist das Milchaufkommen in der EU um 2,3 % bzw. 0,9 Mio. t höher ausgefallen als im Vorjahresquartal. Die höchsten prozentualen Steigerungsraten waren in Bulgarien, Luxemburg, Rumänien und Österreich festzustellen. In Deutschland, wo das Milchaufkommen in den vergangenen zwei Kalenderjahren leicht geschrumpft war, hat sich ein überdurchschnittliches Wachstum um 3,4 % eingestellt.


Milchaufkommen weltweit unter Erwartungen

Das Milchaufkommen der Exportländer fiel im ersten Quartal von 2018 insgesamt niedriger aus als im Vorfeld erwartet. In den wichtigsten Exportländern nahm die Milchmenge insgesamt um 1,7 Mio. t zu. Das Wachstum hat vor allem in den ersten zwei Monaten stattgefunden und sich im März stark reduziert.


Milchpreise stabilisieren sich

Die Milchpreise ist der EU haben in den meisten Ländern im März weiter nachgegeben. Überwiegend lagen sie über dem Vorjahresniveau, wobei sich der Vorsprung im Vergleich zu den Vormonaten weiter reduziert hat. Mit den zuletzt steigenden Verwertungen für Butter, Magermilchpulver und Käse dürften sich die Milchpreise in den kommenden Monaten voraussichtlich stabilisieren.


Exporte von Milchprodukten weiter gestiegen

Die europäische Milchwirtschaft hat ihre Exporte im ersten Quartal von 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weiter ausgedehnt. Gestiegen sind vor allem die Ausfuhren von Magermilchpulver, Molkenpulver, Butter und Käse.




LKV Info 15.05.2018

EU: MILCHPREISE TENTIEREN NACH UNTEN

Der Rückgang der Erzeugermilchpreise hat sich im März 2018 in der EU weiter fortgesetzt. Führende europäische Molkereien zahlten ihren Lieferanten im Schnitt 33,58 Cent netto/kg Rohmilch, das bedeutet im Vergleich mit dem Vormonat Februar einen Rückgang um 0,93 Cent. Damit lagen die Erlöse nur noch um 0,32 Cent oder 1% über dem Vorjahresniveau. In Österreich waren die Erzeugerpreise im März ebenfalls rückläufig, im Durchschnitt wurden für GVO-freie Qualitätsmilch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß netto 36,46 Cent/kg erlöst. Gegenüber dem Vormonat Februar kam es zu einem Minus von 1,20 Cent.
Quelle: AIZ



LKV Info 12.04.2018

Milchmarkt aktuell


Das Milchaufkommen in der EU stieg im ersten Quartal 2018 an (Jänner 2018: +4%). Deutschland ist vom steigenden Anlieferungstrend abgekoppelt, während die größten Wachstumsraten in Irland, Großbritannien, Polen und Italien zu verzeichnen sind. Das steigende Angebot bringt den Milchpreis unter Druck, die Erzeugermilchpreise geben in der EU und in Österreich nach. Der Herausforderung der im zweistelligen Prozentbereich steigenden Milchanlieferung zu Jahresbeginn sind einige Molkereien (Berglandmilch, Ennstalmilch, MGN) mit Mengenbegrenzungsmaßnahmen begegnet.
Im Jahr 2017 war in mehreren EU-Ländern ein überproportionales Wachstum der Biomilchanlieferung zu beobachten. Der Biomilchanteil beträgt in Österreich mittlerweile 16,4%, aber auch in Deutschland, dem wichtigsten Biomilchabnehmer Österreichs, stieg die biologische Wirtschaftsweise in der Milcherzeugung stark. Dadurch wird das weitere Ansteigen der deutschen Nachfrage nach österreichischer Biomilch gebremst.
Positiv für den Milchmarkt ist die aktuelle Entwicklung der Märkte für Butter, die internationalen Marktnotierungen sind stabil oder tendieren leicht nach oben. Dagegen kommen die Preise am Eiweißmarkt nicht vom Fleck, hier bestehen nach wie vor Überschüsse mit äußerst tiefen Preisen. Die 2017 in der EU angelieferte Milch wies einen steigenden Eiweißgehalt auf, während der Fettgehalt leicht zurückging.
Der durchschnittliche Nettomilchpreis steirischer Molkereien liegt im April bei 33,23 Cent für GVO-freie Milch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß und somit noch 1,2 Cent über dem Preisniveau vom April 2017.
Die weitere Entwicklung am österreichischen Milchmarkt wird stark von der internationalen Entwicklung des Angebotes und der Nachfrage abhängen. Die aktuelle Entwicklung am Butter- und Fettmarkt festigt den Milchpreis ebenso wie die gute Konjunktur der Weltwirtschaft. Eine dramatische Entwicklung am Milchmarkt lässt sich derzeit nicht ableiten.
PST

LKV Info 06.03.2018

Anlieferung weiterhin auf sehr hohem Niveau

Der österreichische Erzeugermilchpreis gab im Jänner 2018 nach. Im Durchschnitt aller Qualitäten zahlten die Molkereien für Rohmilch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß netto 39,75 Cent/kg, brutto waren es 44,92 Cent. Somit kam es gegenüber dem Vormonat Dezember zu einem Rückgang um 1,11 Cent netto, im Vergleich mit dem Vorjahresmonat wurde aber noch ein Plus von 5,83 Cent oder 17% verzeichnet. Auf Basis des natürlichen Fett- und Eiweißgehalts berechnet, lag der mittlere Erzeugermilchpreis im Jänner bei 40,27 Cent netto/kg, teilt die Agrarmarkt Austria (AMA) mit. Nach ersten Schätzungen der AMA hat der Milchpreis im Februar weiter nachgegeben - auf durchschnittlich 38,20 Cent/kg. Der von der AMA für Jänner 2018 ermittelte Erzeugerpreis von 39,75 Cent netto/kg bezieht sich bekanntlich auf den Durchschnitt aller Qualitäten. Für GVO-freie Qualitätsmilch (mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß, ohne Bio- und Heumilchzuschlag) zahlten die heimischen Molkereien und Käsereien ihren bäuerlichen Lieferanten im Mittel 37,15 Cent netto, das waren um 1,17 Cent weniger als im Vormonat. Für Biomilch wurden im Schnitt 48,17 Cent netto/kg erlöst, das ist ein Minus von 1,68 Cent. Der Hauptgrund für die sinkenden Erzeugermilchpreise ist die hohe Milchanlieferung. Sie stieg im Jänner in Österreich neuerlich stark an und lag um 10,3% über dem Vorjahresniveau. Seit Jahresbeginn 2018 arbeiten etliche Molkereien mit Bonus- beziehungsweise Abschlagszahlungen, um die Anlieferung zu drosseln. Der sinkende Erzeugermilchpreis und die mengensteuernden Maßnahmen dürften erst in den nächsten Monaten zu einer spürbaren Entspannung bezüglich der Anlieferungsmenge führen, so die AMA-Experten.
Wien, 1. März 2018 (aiz.info)


LKV Info 20.02.2018

AMA-Info: Erzeugermilchpreis – Milchanlieferung Dezember 2017

Im Dezember 2017 wurden von den Molkereien für konventionell erzeugte Milch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß 38,32 Cent/kg an die Landwirte bezahlt. Für Bio-Milch mit den gleichen Inhaltsstoffen erhielten die Bauern 49,85 Cent. Der Erzeugermilchpreis konnte somit den hohen Preis vom Vormonat halten. 275.122 kg Milch wurden im Dezember angeliefert – um 8,1 Prozent mehr als im November 2017.

Im Schnitt aller Qualitäten errechnete die AMA einen Erzeugerpreis von 40,86 Cent/kg Milch (4,2% Fett, 3,4% Eiweiß). Im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeutet das ein Plus 7,63 Cent.

Abb.: Durchschnittlicher Erzeugerpreis netto pro kg Milch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß; Dezember 2017, Vergleich mit November 2017 und Dezember 2016:

Weiterhin steigende Milchanlieferung

Die Milchanlieferung stieg im Dezember im Vergleich zum Vormonat November um 8,1% und im Vergleich zum Dezember 2016 um 9,4 Prozent. Im Jahr 2017 kletterte die Milchanlieferung auf ein Rekordhoch von knapp 3,2 Mio. t (+ 3,5%).
Seitens der Molkereien wird in den nächsten Monaten verstärkt mit Hilfe von Bonus- bzw. Abschlagszahlungen bereits versucht, die Milchanlieferung zu drosseln, um den Erzeugermilchpreis auf einem akzeptablen Niveau halten zu können.

Deutschland: 2018 Marktvorschau Milch aus Sicht des Experten Andreas Gorn


Im Zuge der gestiegenen Erzeugerpreise hat das Milchaufkommen nahezu weltweit an Fahrt aufgenommen. In Australien erwarten die Experten für das Wirtschaftsjahr 2017/2018 eine um zwei bis drei Prozent höhere Milcherzeugung als im Jahr zuvor. Auch Neuseeland startete in die Saison 2017/2018 mit einer wachsenden Milchmenge. In Folge ungünstiger Witterungsbedingungen wird im Vorjahresvergleich eine stabile Milcherzeugung erwartet. Das Wirtschaftsjahr endet im Juni 2018. In den USA geht das Landwirtschaftsministerium für 2018 von einem Zuwachs der Milcherzeugung um knapp zwei Prozent aus. Somit setzt sich dort das stetige Wachstum der vergangenen Jahre fort.
In der EU stehen die Zeichen ebenfalls auf Wachstum. Die Anlieferungsmengen dürften nach dem Jahreswechsel zunächst sehr deutlich über dem Vorjahresniveau liegen. 2018 beginnt zudem ohne gemeinschaftliche oder einzelstaatliche Mengenreduktionsprogramme. Neben Angebot und Nachfrage bestimmen jedoch noch weitere Faktoren den Verlauf am Milchmarkt. Dazu gehören sowohl die wirtschaftlichen als auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Wirtschaft und Handel werden im kommenden Jahr weiterwachsen, vor allem durch die Aktivitäten in Asien. Die Lage in Nordkorea könnte den asiatischen Raum allerdings destabilisieren und dämpfend auf das Nachfragewachstum in Asien wirken. In jedem Fall wird sich aber das bis Ende 2018 verlängerte Importembargo Russlands auf die Absatzmöglichkeiten der EU auswirken. Aber auch der weltweite Protektionismus nimmt zu. Als Beispiel ist hier die Außen- und Handelspolitik der USA zu nennen.
In Deutschland gehen die Produktmärkte in preislicher Hinsicht, vor allem auf der Fettseite, mit einem deutlichen Minus – Verglichen mit den Spitzenhoch im Herbst 2017 – an den Start. Die Butterpreise dürften sich dennoch zunächst auf einem hohen Niveau halten. Auf der Eiweißseite, vor allem beim Magermilchpulver, zeichnet sich keine Erholung ab. Diese Entwicklungen dürften sich 2018 auch in Rückgängen bei den Milcherzeugerpreisen auswirken. Die langfristigen Abschlüsse mit dem Handel werden sich im ersten Halbjahr noch stabilisierend auf den Verlauf der Erzeugerpreise auswirken. Unabhängig davon ist 2018 eine Wende bei den Milchpreisen in Sicht, die aber nicht gleich eine neue Milchpreiskrise bedeuten muss. Für das zweite Halbjahr, nach der Milchspitze im Mai, ist eine Erholung der Erzeuger- und Produktpreise denkbar, sofern dann die Nachfrage das vorhandene Angebot aufnehmen kann.
Weiters geht der Experte Andreas Gorn davon aus, dass die Lage auf der Eiweißseite voraussichtlich problematisch bleiben wird. Die schwachen Preisaussichten bei Magermilchpulver, die die Produktbörsen vorhersagen, könnten aber für eine längerfristige Exportfähigkeit von EU-Ware auf den Weltmarkt sprechen, was sich 2018 als eine hilfreiche Marktentlastung auf der Eiweißseite erweisen könnte. Nicht zuletzt unterliegt die Milchbranche einem starken Wandel und die Molkereien und Erzeuger werden zunehmend mit Anforderungen aus Handel und Gesellschaft konfrontiert. Zusätzliche Forderungen des Handels in Bezug auf Kriterien des Tierschutzes, des Tierwohls und der Nachhaltigkeit stehen im Raum.
Quelle: AMA-Milchmarktbericht


LKV Info 09.02.2018

EU Erzeugermilchpreise - Milchpreisrückgang setzt sich 2018 fort

Die Erzeugermilchpreise waren im Dezember in den großen Produktionsländern der EU rückläufig. Führende europäische Molkereien zahlten im Schnitt 36,64 ct netto/kg Rohmilch, das ist gegenüber November ein Minus von 0,42 ct. Im Vergleich mit dem Vorjahresniveau wurde aber noch ein Plus von 4,20 ct (13 %) erzielt. Dies geht aus der jüngsten Preiserhebung des niederländischen Bauernverbandes LTO hervor. In Österreich konnte der Milchpreis im Dezember noch einmal leicht zulegen und erreichte mit 40,86 ct/kg den Jahreshöchstwert. Die LTO-Experten schätzen, dass im Gesamtjahr 2017 bei den erfassten EU-Molkereien im Durchschnitt ein Preisanstieg von 24 % gegenüber 2016 verzeichnet wurde, wobei hier jüngste Nachzahlungen noch nicht berücksichtigt wurden. Aufgrund der vorliegenden Meldungen der Molkereien gehen die LTO-Experten davon aus, dass sich der Preisrückgang Anfang 2018 fortsetzen wird. Auch der Kieler Rohstoffwert ging im Jänner noch einmal deutlich zurück. Der aus den Marktpreisen für Butter und Magermilchpulver ermittelte Wert sank von 30,3 auf 29,2 ct/kg Milch. Quelle: "Salzburger Bauer" Nr. 06/2018 vom 08.02.2018

Spotmilch-Preise: Niederlande rauf, Italien runter

Die Preise für Spotmilch haben sich diese Woche unterschiedlich entwickelt. In den Niederlanden legte die Notierung um 1,0 auf 25,0 ct/kg (4,4 % Fett frei Rampe Molkerei) zu. In Italien gab der Spotmilch-Preis dagegen um 3,0 auf 30,5 ct/kg (bei 3,6 % Fett, frei Molkerei) nach, berichtet die Marktbeobachtungsstelle der EU.


Quelle: top agrar 13.2.2018


Ketose Indikator aus der MLP-Milchprobe

Ketose erkennen und vorbeugen

Die Ketose ist eine häufig vorkommende Stoffwechselerkrankung von Milchkühen. Sie tritt in den ersten Wochen nach der Abkalbung durch Störungen im Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel auf. Es kommt zur Abmagerung, zu Milchleistungsabfall sowie zu erhöhtem Auftreten von Ketonkörpern im Blut, Harn und der Milch. Die Atemluft riecht süßlich-obstartig. Die Tiere sind matt, schwach und zeigen wenig Appetit. Der Kot wird fester und dunkler als normal. Bereits leicht erkrankte Tiere zeigen in dieser Phase erhöhte Milchfettgehalte und einen engen Fett-Eiweiß-Quotient in der Milch. Es kommt zur Schädigung der Leber.

Ursachen

Vor allem die energetische Unterversorgung zu Laktationsbeginn ist die Hauptursache der Ketose. Der Grundstein dafür wird zumeist bereits zu Laktationsende bzw. in der Trockenstehzeit der vorangegangenen Laktation gelegt. Kühe, die verfettet zur Abkalbung kommen, nehmen weniger Futter und damit auch Energie in den ersten Laktationswochen auf. In der Folge kommt es zu einem überschießenden Körperfettabbau und zur Anhäufung von Ketonkörpern im Organismus. Eine zu geringe Futteraufnahme kann aber auch auf das Auftreten anderer Erkrankungen, wie Pansenübersäuerungen, Milchfieber, Mastitis, Schwergeburten, schlechte Futterqualität, unzureichende Futtervorlage sowie Klauen- und Gliedmaßenleiden, zurückgeführt werden. Vereinzelt treten Ketosen auch beim Einsatz von schlecht vergorenen Silagen (Buttersäure!) auf. Auch bei Zwillingsträchtigkeiten besteht ein erhöhtes Ketoserisiko.

Maßnahmen zur Verminderung des Ketoserisikos

  • Verfettung am Ende der Laktation und in der Trockenstehzeit verhindern
  • Trockenstehende Kühe separat aufstallen und raufutterbetont füttern
  • Gleitende Futterumstellung in den letzten 2–3 Wochen vor der Abkalbung (Vorbereitungsfütterung)
  • Optimalen Kuhkomfort besonders kurz vor und nach der Abkalbung sicherstellen
  • Hohe Grundfutterqualität und bestes Fütterungsmanagement zu Laktationsbeginn, hohe Energie- und Eiweißversorgung anstreben
  • Propylenglykol, Glycerin bzw. Natriumpropionat an Risiko-Kühe verabreichen
  • Biobetriebe sollen vermehrt Körnermais zu Laktationsbeginn füttern

Mängel in den Bereichen Fütterung, Haltung, Stallung, Klima und Tierbetreuung können durch den Einsatz von Futterzusatzstoffen nicht kaschiert werden.

Was ist KetoMIR"?

„KetoMIR" wurde im Rahmen des OptiMIR-Projektes basierend auf Ketose- Diagnosen aus dem GMON-Projekt und MIR-Spektraldaten entwickelt.

Das Programm errechnet für MLP-Proben aus den ersten 120 Laktationstagen eine von drei Ketose- Risikoklassen:
1 = geringes Ketose-Risiko - grün
2 = mittleres Ketose-Risiko (subklinisch) - gelb
3 = hohes Ketose-Risiko (klinisch) - rot


LKV App mit TKZ-Funktion!

Am 20.06.2018 wurde eine neue Version der LKV App ausgerollt.
Eine neuerliche Eingabe Ihres LKV Passwortes ist nötig!

Das Design wurde völlig neu gestaltet.
Die LKV-App wird ständig weiter entwickelt. Nützen Sie diese kostenlose App um Ihr Herdenmanagement effizienter zu gestalten. Freischaltungen werden von den Mitarbeitern des Landeskontrollverbandes Steiermark durchgeführt. Rufen Sie 03112/2231-7743 an. Für die Freischaltung benötigen wir Ihre E-Mail Adresse und die Betriebsnummer. Die Hälfte der LKV Mitglieder nützt dieses Angebot.
RDV-Mobil stellt den kleinen Bruder des Herdenmanagers dar. Mit der LKV-App können auch Daten vor Ort im Stall, auf der Weide oder unterwegs eingetragen und neben der einfachen Erfassung von Belegungen, Auffälligkeiten, Abkalbungen, etc. auch individuelle Notizen erfasst werden. Auch Probemelkungs- und Trächtigkeitstestergebnisse werden in den Listen und direkt bei der Tierauswahl angezeigt.
Seit kurzer Zeit gibt es bei den Tierinformationen auch Details zu Genetischen Besonderheiten und Erbfehleren.
Lesen Sie dazu mehr auf
ZAR Service "Genetische Besonderheiten"


Tierkennzeichnungsmeldungen an die AMA sind ebenfalls mit der LKV-App möglich!


So brauchen Sie als Betriebsleiter für Tiermeldungen nicht mehr in das eAMA einsteigen oder die Tierbewegung telefonisch melden. Alles kann mit wenigen Klicks direkt am Mobiltelefon im Stall erledigt werden.

! Beachten Sie, dass für die Anmeldung beim Modul Tierkennzeichnung die Zugangsdaten für e-ama zu verwenden sind !

Lesen Sie mehr dazu im Reiter "Unser Angebot/Herdenmanagement/LKV App"


Handbuch LKV App

Passwort zurücksetzen oder erstmals freischalten - Betriebsnummer angeben!


Trächtigkeitstest

Fruchtbarkeitsstörungen haben teils erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen. Das LKV-Fruchtbarkeitspaket bietet automatische Trächtigkeitsuntersuchungen im Rahmen der Milchkontrolle an. Dadurch können nicht trächtige Tiere frühzeitig erkannt und Kosten gespart werden.
Für alle Kühe der Herde wird von Ihrem LKV-Betreuer ab dem 28. Trächtigkeitstag zweimal automatisch ein Milch-Trächtigkeitstest durchgeführt. Denn es ist zu beachten, dass über 10 % der Trächtigkeiten zwischen dem 28. und 60. Tag verloren gehen. Diese Aborte werden häufig zu spät erkannt - mit der Folge eines ökonomischen Verlustes.


Der neue LKV Herdenmanager

Unter „Mein Betrieb“ steht Ihnen ab sofort der neue LKV-Herdenmanager zur Verfügung. Nützen Sie dieses Angebot und erfahren mehr über Ihren Betrieb und Ihre Tiere. 

Im Menü Stoffwechsel steht auch das neue Service KetoMir für Sie bereit. Das Brunstrad im Menü Aktionslisten gibt ihnen einen schnellen Überblick über den Fruchtbarkeitsstatus Ihrer Herde. 

Nähere Informationen erhalten Sie von Ihrem Kontrollassistenten oder rufen Sie im LKV-Büro unter 03112/2231-7743 an.
Nutzen Sie auch die Möglichkeit Eigenbestandsbesamungen online zu melden.

Qs-Kuh

LKV Mitglieder die am AMA-Gütesiegel Haltung von Kühen mit dem Zusatzmodul QS-Kuh teilnehmen, erhalten einen Kontrollkostenzuschuss für dieses Modul. Die LKV-Austria tritt als Bündler für die Beantragung der Förderung auf. Die Abwicklung wird vom LKV-Steiermark durchgeführt.

Mit Ende Juni 2018 wurde heuer der Kontrollkostenzuschuss 2017 in der Höhe von € 24,00/Milchkuh, € 8,00/Mutterkuh und € 9,60/Milchschaf für die am Qualitätssicherungsprogramm teilnehmenden Betriebe pünktlich ausbezahlt. Bei einigen Betrieben muss eine Nachreichung von Formularen vorgenommen werden. Hier wird sich die Auszahlung etwas verzögern.


Rationsberechung

Das Modul Fütterung beziehungsweise das Rationsberechnungsprogramm ist eines der Programme die im RDV-Portal unseren Mitgliedern zur Verfügung stehen. Für die Benutzung dieses Programms fallen Servicekosten in der Höhe von 36 Euro je Jahr an. Die Freischaltung erfolgt vom LKV-Steiermark unter der Telefonnummer 03112/2231-7743.

Seminare die nicht stattfinden konnten, werden im Herbst nachgeholt.
Die Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.

6. März 2018 LFS Grabnerhof, Hall 225, 8911 Admont
„Futterration und Wechselwirkungen zwischen Fütterung und Fütterungstechnik bzw. Kuhkomfort"
4. April 2018 LFS Grottenhof, Krottendorfer Straße 110, 8052 Graz
„Futterration und Möglichkeiten am Biobetrieb“
5. April 2018 LFS Kobenz, Josef-Krainer-Weg 1, 8723 Kobenz
„Futterration und Einsatz von Spezialfuttermittel“
Kosten je Kurs: € 20,--

Schnupperangebot:

Der LKV-Steiermark bietet Ihnen eine kostenlose Schnupperkontrolle mit dem gesamten Service des LKV an. Das zuständige Kontrollorgan stellt Ihnen das Angebot des LKV vor und hilft Ihnen bei der Interpretation der Daten und Berichte. Danach haben Sie einen Monat Zeit sich zu entscheiden, ob Sie dem LKV beitreten wollen.
Bei Interesse füllen Sie dazu einfach das Kontaktformular aus. Ein Mitarbeiter wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen.

KONTAKTIEREN SIE UNS

Landeskontrollverband Steiermark    |    Am Tieberhof 6    |    A-8200 Gleisodrf    |    +43 3112 22 31 77 43

LKV Steiermark © 2017 Copyright    |    LKV Austria intern     |    lkv@lk-stmk.at      |     Fotoarchiv      |     Impressum