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Landeskontrollverband Steiermark

Dienstleistung



Milchleistungsprüfung Rinder

Seit mehr als 100 Jahren werden vom Landeskontrollverband Steiermark, der als „erster steirischer Milchkontrollverein“ im Jahr 1904 in Marburg gegründet wurde, die Aufgaben der Leistungsprüfung und Qualitätssicherung durchgeführt.
Die Milchleistungsprüfung bei Rindern ist eine der Kernaufgabe des LKV. Mit etwas weniger als 3000 Betrieben stellen diese auch den größten Anteil der Mitglieder.

AT5:

Im Kontrollsystem AT5 führen die knapp 80 amtlichen Kontrollassistenten des LKV auf jedem der Mitgliedsbetriebe zumindest 9 Betriebsbesuche durch. Es wird versucht alle relevanten Daten

  • Milchmenge je Kuh
  • Tierärztliche Diagnosen
  • Beobachtungen
  • Tierbewegungen
  • Usw.

zu erheben und in die zentrale Datenbank RDV (Rinderdatenverbund) einzugeben.
Auch Laborergebnisse aus dem Qualitätslabor St. Michael, sowie Ergebnisse aus den Eutergesundheitslaboren und Daten von den betreuenden Tierärzten werden in den RDV importiert.
Die Milchleistungsprüfung findet als Wechselkontrolle statt. Das heißt, es werden Morgen- und Abendkontrollen durchgeführt. Nach Möglichkeit wird die Anzahl der Morgen- und Abendkontrollen im Jahresschnitt gleich gehalten. Die Berechnung der Jahres- und Laktationleistungen erfolgt mit der Zwischentagsmethode.
In den Tages-, Zwischen- und Jahresberichten werden die Daten aufbereitet und mit Post, Mail oder Fax zugestellt. Neu ist die Ablage der Berichte im Postfach der Onlineanwendung, die jedem LKV Mitglied kostenlos zur Verfügung steht. Die Anmeldung erfolgt mit der Schaltfläche „Mein Betrieb“ als Benutzer und Kennwort sind die Daten für das AMA Login zu verwenden.

CT5:

Im System CT5 wird abwechselnd eine amtliche Kontrolle durch einen unserer Kontrollassistenten und eine Besitzerkontrolle durchgeführt. Die erforderlichen Geräte und Probenboxen werden durch unseren Mitarbeiter zugestellt und wieder abgeholt. Betriebe die dieses System in Anspruch nehmen erhalten einen Rabatt auf den Mitgliedsbeitrag.

ARM5:

Das System ARM5 ist das Kontrollsystem für Betriebe mit automatischen Melksystemen (Melkroboter). Zum Kontrolltermin wird ein Gerät zur Probenseparation an den Melkroboter angeschlossen. Über einen Zeitraum von 24 Stunden werden nach Möglichkeit zwei Proben je Tier vom System gezogen. Aus den am Roboter gespeicherten Daten der letzten 167 Stunden werden Milchmenge, Melkbarkeit usw. für den Kontrolltag berechnet. Um Synergien zu nutzen versucht der Rinderdatenverbund möglichst viele Daten aus dem Roboter zu übernehmen. Umgekehrt stellt der LKV auch Daten zum Import zur Verfügung.


Fleischleistungsprüfung

Auch Fleischrinderzuchtbetriebe zählen zu den Kunden des LKV-Steiermark. Für die Fleischleistungsprüfung ist die Nachkommensleistung und nicht die Eigenleistung relevant. Es müssen also Daten der Nachkommen erhoben werden.
Für die Leistungsprüfung müssen hier alle relevanten Daten wie Gesundheitsdaten und Geburtsverläufe, sowie die Gewichte der Tiere erhoben werden. Neben dem Geburtsgewicht benötigt man noch ein 200 Tage Gewicht und ein 365 Tage Gewicht. Diese Standardgewichte werden mit Hilfe einer Regressionskurve aus den Gewichten der Wiegetermine im Frühjahr und im Herbst berechnet. Unter anderem werden die täglichen Zunahmen nach Rasse und Geschlecht getrennt berechnet und in umfangreichen Berichten dargestellt. Vor allem in der Generhaltungszucht sind neben den Nachzuchtdaten, besonders die Abstammungsdaten zur Vermeidung von Inzucht besonders wichtig. Aus den vorhandenen Daten können die Rinderzuchtverbände entsprechende Anpaarungspläne erstellen.


Aufzucht

Nachdem immer mehr Züchter ihr Jungvieh von anderen Betrieben aufziehen lassen, steigt die Zahl der Aufzuchtbetriebe ständig an. Die Aufgabe des LKV auf diesen Betrieben ist die Führung der Stallbücher. Betriebe die ständig Zuchttiere zu- und verkaufen müssen über Abstammung, Trächtigkeitsstatus und Gesundheitszustand der Tiere bescheid wissen. Die LKV-App ist dabei ein besonders hilfreiches Werkzeug.


Milchleistungsprüfung Schafe und

Auch bei Schafen und Ziegen wird eine Milchleistungsprüfung durchgeführt. Im Qualitätslabor St. Michael werden die Proben mit speziellen Standards untersucht. Eine Internetanwendung steht hier leider nicht zur Verfügung. Die Auswertungen und Berichte sind ähnlich wie die in der MLP bei Rindern gestaltet. Die Daten und Berichte aus der Milchleistungsprüfung sind die Basis für ein erfolgreiches Herdenmanagement, eine wirtschaftliche Produktion und eine zukunftsorientierte Zucht.

Auch Schaf- und Ziegenbetriebe die Milchleistungsprüfung durchführen, können am AMA Gütesiegel Schafe und Ziegen teilnehmen. Gütesiegelbetriebe mit dem Zusatzmodul QS-Schafe und Ziegen erhalten einen Kontrollkostenzuschuss.

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