Landeskontrollverband Steiermark

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ZAR - Kuhrier September 2020
Im neuen ZAR-KUHRIER finden sich interessante Beiträge, unter anderem zum LKV Effizienz Check und Empfehlungen für die Rinderkennzeichnung
ZAR-KUHRIER Ausgabe 8_2020

Milch aktuell September 2020
Themen:

  • 1,4 Mio. t mehr Milch im ersten Halbjahr
  • Mehr Milch außerhalb der EU
  • EU-Milchpreise unter Vorjahresniveau
  • Welthandel mit Milchprodukten wächst weiter
  • Erzeugermilchpreis Steiermark
  • Lesen sie mehr im Register Liesl Marktbericht

    Landesschulmilchtag 2020
    Schulmilchbauern – Optimismus für den Herbst

    Corona bedingt war der Landeschulmilchtag am 4. September 2020 in Traboch dünner besucht, sodass auch die Sicherheitsabstände eingehalten werden konnten.
    Obmann Hermann Madl ließ die einschneidenden Maßnahmen der Schulmilchbauern im Corona-Lockdown Revue passieren. Für den Herbst ist jedoch Optimismus angebracht, es ist ein normaler Schulstart vorgesehen. Die Direktvermarktung allgemein hat in der Corona-Zeit von einer erhöhten Nachfrage profitiert. Unterstützung gab es auch vom Härtefallfond.
    Es gibt große Bemühungen der Schulmilchbauern, die Gebinde umweltfreundlicher zu machen, zum Beispiel durch konsequentes Recycling („Repet“) der Becher.
    Von den Vertretern der Lebensmittelaufsicht wurde das Thema Eigenkontrolle schwerpunktmäßig erläutert. Es wurde besonders auf die diesbezügliche Eigenverantwortung der Produzenten hingewiesen. In der Diskussion wurde der Hoffnung Ausdruck verliehen, dass die gewohnten Serviceleistungen in der neuen Struktur des Qualitätslabors Österreich unverändert beibehalten bleiben.
    Michael Meixner stellte von Seite der AMA Änderungen in der Schulmilchförderung für das kommende Schuljahr vor. Auf der Homepage der AMA können auch Anregungen für Exkursionen und Aktivitäten mit den Schulen abgeholt werden.
    Auch 2020 wurde trotz Corona-Lockdowns der traditionelle Milch-Mal-Wettbewerb erfolgreich durchgeführt. Dabei, so Robert Schöttel, wurde der direkte Kontakt mit den Schulen gesucht. Über 500 Zeichnungen wurden für den Wettbewerb eingesandt.
    Andreas Täubl und Matthias Bischof wohnten als Vertreter des LKV und der Landwirtschaftskammer Steiermark der Veranstaltung bei und bedankten sich bei den Schulmilchbauern für ihre wichtige Funktion als Milchbotschafter. PST


    Bild von Lilly Schörflinger, 4. Klasse Volksschule Großklein (Schulmilchbetrieb Schautzer)


    ZAR - Kuhrier Sonderausgabe Bildung
    Die RINDERZUCHT AUSTRIA bietet ein umfangreiches Kursangebot. Damit du genau den Kurs findest, den du brauchst, haben wir einen Bildungsnewsletter gestaltet.
    ZAR-KUHRIER Sonderausgabe Bildung

    Milch-Newsletter August 2020
    Themen:

    • Milchmarkt aktuell
    • Österreichische Milchwirtschaft im Jahr 2019
    • Berglandmilch: Vollmilchfütterung wird Pflicht
    • AK Milch: Jetzt beitreten und Vorteile nutzen
    • Neues Merkblatt - Milchautomaten
    • Lesen sie mehr im Register Liesl Marktbericht

      Zeitersparnis für den Milchviehbetrieb durch Datenvernetzung
      Verschiedenste Technologien können heutzutage zur Unterstützung des Herdenmanagements auf Milchviehbetrieben genutzt werden. Im Rahmen des Projektes D4Dairy konnten bereits erste Erfolge in der Vernetzung zwischen der Leistungsprüfung und Systemen der Landwirte am Betrieb erreicht werden.

      Mühsame Mehrfacheingaben
      Viele Betriebe nutzen Herdenmanagementprogramme wie den kostenlosen LKV-Herdenmanager, um den Überblick über ihre milchliefernden Mitarbeiterinnen zu behalten. Werden unterschiedliche Systeme genutzt, müssen wichtige Daten oft mehrmals eingetragen werden. Schnittstelle zwischen RDV und smaXtec läuft schon Mit Hilfe eines Bolus der Firma smaXtec werden wertvolle Informationen z.B. zur Brunster-kennung direkt aus dem Pansen der Milchkuh erhoben. Diese Daten können seit Anfang des Jahres automatisch in den LKV-Herdenmanager übernommen werden. Anders herum werden beispielsweise die im LKV-Herdenmanager oder in der RDV-Mobil App erhobenen Ge-burtsdaten und Belegungen auch in das System von smaXtec übernommen. Für diesen Datenaustausch ist eine entsprechende Zustimmung des Betriebsleiters erforderlich.


      Vom Labor zur Rationsberechnung
      Eine Rationsberechnung setzt die Untersuchung der eingesetzten Futtermittel voraus. Dabei gelang Ende Juni 2020 ein Meilenstein in der Datenvernetzung. Sobald die Zustimmung des Betriebsleiters vorliegt, können nun die Untersuchungsergebnisse des Futtermittellabors Rosenau automatisch in das RDV-Futterrationsprogramm übernommen werden. Dieses Programm wird von den Fütterungsberatern der Landwirtschaftskammern verwendet und steht auch allen LKV-Mitgliedsbetrieben kostenlos zur Verfügung.

      Noch intensivere Vernetzung geplant
      Ein weiteres ehrgeiziges Ziel der Projektpartner in D4Dairy ist die Vernetzung der Daten aus dem RDV und der am Betrieb vorhandenen Technik der Kooperationspartner Lely, DeLaval und GEA. Der RDV stellt dabei die Datenplattform des LKV-Herdenmanagers und der RDV-Mobil App dar. Speziell für Betriebe mit Melkrobotern bedeutet ein solcher Datenaustausch das Ende mühsamer Mehrfacheingaben.

      Der LKV Steiermark unterstützen im Projekt D4Dairy den Ausbau des Datenaustauschs zwischen unterschiedlichen Systemen

      Vorankündigung LKV Stammtisch 2020

      2020 ist wieder Stammtischjahr
      In den Monaten November und Dezember wird der LKV Steiermark in Zusammenarbeit mit dem Tiergesundheitsdienst Steiermark und einigen Klauenpflegern wieder einen LKV Stammtisch abhalten. Der Titel „Wenn die Füße schmerzen – was tun“ ist bezeichnend für den Inhalt der Veranstaltung.
      Ihr LKV Mitarbeiter nimmt ihre Anmeldung gerne entgegen


      Nach Rücksprache mit dem Sozial- und Landwirtschaftsministerium können wir aufgrund der Bestimmungen der aktualisierten Covid 19 Lockerungsverordnung, die Regeln für die Durchführung der Dienstleistung LKV abändern.

      • Im Vorfeld der Durchführung der Leistungskontrolle muss der Betriebsleiter auf die erforderlichen Schutzmaßnahmen hingewiesen werden.
      • Kann der Mindestabstand von einem Meter zwischen Melkpersonal und Mitarbeiter nicht eingehalten werden, ist dies nur zulässig, wenn durch geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert werden kann.


      Milch-Newsletter Mai 2020
      Themen:
      • Milchmarkt aktuell
      • Strukturentwicklung steirische Milchwirtschaft
      • Vorhandene Rinderohrmarken ohne Chip vorerst weiter verwendbar
      • Leistungsprüfung und Rindermärkte unter Covid-19-Bedingungen
      • Rinderbesamung: Eigenbestandsbesamungen nehmen stark zu
      • Lesen sie mehr im Register Liesl Marktbericht


        Information zur Leistungsberechnung
        Geschätzte LKV Mitglieder!
        Durch die Corona-bedingten Verschiebungen der Kontrolltermine haben wir für diesen Probendurchlauf ein erhöhtes Kontrollintervall. Aktuell stehen wir bei etwa 75 Tagen. Nachdem das Leistungsberechnungsmodul vorsieht, dass bei einem Intervall >74 Tagen für das betroffene Tier ein Teilabschluss gerechnet wird, hat der Arbeitsausschuss folgende Vorgehensweise festgelegt.
        Es gibt einen Zeitraum, in dem es zu erhöhten Intervallen kommt. Das ist vom 26. Jänner 2020 (dieser Betrieb wurde im März nicht mehr kontrolliert) bis zum 1. Juli 2020 (bis dahin müsste jeder Betrieb der bis zum 13. März kontrolliert wurde eine erneute MLP haben).

        Phase 1: Für diesen Zeitraum wird das mögliche Kontrollintervall auf 120 Tage erhöht. Im Berechnungsmodell wird also mit dem Zwischentag durchgerechnet.
        Beispiel: Wurde das Tier am 1. Februar zum letzten Mal einer Kontrolle unterzogen und hatte das Tier die erste Kontrolle nach der Pause am 21. April, so ergibt sich dadurch ein Kontrollintervall von 80 Tagen. Der Zwischentag wird jetzt auf den Tag 40 (12. März) gelegt. Bis dahin wird die Probe vom 1. Februar danach die Probe vom 21. April für die Leistungsberechnung verwendet. Dasselbe gilt für Tiere, die trockengestellt wurden. Hat ein Tier inzwischen bereits wieder gekalbt, ist ebenfalls der Zwischentag der Tag, der die letzte Laktation beendet. Mit dem Kalbedatum beginnt die Laktationsberechnung für die neue Laktation. Abgangstiere werden bis zum Abgangsdatum weitergerechnet.

        Phase 2: Gibt es wieder ein normales Kontrollintervall – wird österreichweit etwas später sein – wird dieses System saniert, indem für alle Tiere die geeignete Überbrückung eingetragen wird. Soweit als möglich geschieht das automatisch. Bei Tieren, die eine Kalbung länger als 74 Tage vor der ersten normalen Kontrolle nach der Pause hatten, ist das zum Beispiel eine „S“ Kontrolle.
        Für das Ergebnis der Leistungsberechnung wird diese Phase nur in wenigen Fällen eine Auswirkung haben. Einige Tiere werden dann im Zuge des Jahresabschlusses noch Sanierungsbedarf haben. Diese Tiere werden über die jährlichen Checklisten abgearbeitet.


        Wir bitten Sie, die vereinbarten Sicherheitsmaßnahmen weiterhin zu beachten.
        Mit freundlichen Grüßen,
        Ihr LKV Team

        Geschätzte Mitglieder des Landeskontrollverbandes Steiermark

        Einrichtungen und Systeme, die eine wesentliche Bedeutung für die Aufrechterhaltung der Versorgung mit Lebensmitteln haben, sind als kritische Infrastrukturen anzusehen. Darunter fällt auch die landwirtschaftliche Urproduktion und dafür erforderliche Vor- und Dienstleistungen. Unter diesem Gesichtspunkt und unter Einhaltung der von der Bundesregierung vorgesehenen Maßnahmen zur Eindämmung der Covid 19-Pandemie haben wir ab Montag, 20. April 2020, unser Service für die Mitglieder wieder aufgenommen.

        Durchführung der Tätigkeit

        Im Vorfeld der Durchführung der Leistungskontrolle muss der Betriebsleiter auf die erforderlichen Schutzmaßnahmen hingewiesen und die Zustimmung zur Durchführung der Tätigkeiten eingebracht werden. Bei bekannten Fällen von Covid 19 in der Familie des Betriebsleiters darf keine Leistungsprüfung durchgeführt werden!

        Zum persönlichen Schutz aller Beteiligten müssen hierzu strikte Maßnahmen getroffen werden:

        • Einhaltung einer vollständigen Verkehrsbeschränkung mit Ausnahme des direkten Weges von und zum Arbeitsplatz sowie der Tätigkeit am Arbeitsplatz.
        • Personen, die sich krank fühlen oder Fieber haben, dürfen den Dienst nicht antreten.
        • Beim Auftreten von Krankheitssymptomen, die einen Verdacht auf COVID-19 erwecken, ist die berufliche Tätigkeit sofort einzustellen und eine Selbstisolation durchzuführen. Zudem muss dies unverzüglich an den unmittelbaren Vorgesetzten gemeldet werden.
        • Maximale Einschränkung sämtlicher beruflich nicht unbedingt erforderlicher sozialer Kontakte innerhalb und außerhalb der Dienststelle.
        • Aufzeichnung aller stattfindenden persönlichen Kontakte.
        • Tragen einer Schutzmaske nach Maßgabe der Verfügbarkeit, sofern eine Einhaltung des erforderlichen Kontaktabstandes von 2m im Arbeitsalltag nicht möglich ist.
        • Sicherstellung der strikten Einhaltung der arbeitsbereichsspezifischen, bestehenden Hygienemaßnahmen, sowie Einhaltung einer strikten Händehygiene sowie Husten-, Schnäuz- und Nießetikette:
          • Händewaschen: mehrmals täglich mit Seife und mind. 20 sec.
          • Händeschütteln gänzlich unterlassen!
          • Hände aus dem Gesicht fernhalten!
          • Abstand halten, mindestens 1 Meter, besser 2 Meter
          • Husten/Niesen in ein Taschentuch oder in die Ellenbeuge!
          • Das Berühren von Türgriffen und Handläufen vermeiden. Türe und Tore von stationären Einrichtungen, wenn es möglich und sinnvoll ist, offenlassen.

        Darüber hinaus sind die Arbeitsanweisung und Schutzmaßnahmen zur Durchführung der Leistungsprüfung während Covid-19 des Landeskontrollverbandes Steiermark einzuhalten.

        Am Betrieb verfügbare Restbestände von konventionellen Ohrmarken können nach dem 30. April verwendet werden

        Aufgrund der aktuellen Situation im Zusammenhang mit COVID-19 ergeben sich in praktisch allen Bereichen Auswirkungen auf den laufenden Betrieb und die zugrundeliegenden Regelungen.
        Analog zu den im 2. COVID-19 Gesetz enthaltenen Fristerstreckungen wird das in § 16 Abs. 5 Rinderkennzeichnungs-Verordnung 2008 mit 30. April 2020 festgelegte Fristende für den Einsatz konventioneller Ohrmarken gehemmt. Somit können die auf den Betrieben verfügbaren Restbestände von konventionellen Ohrmarken auch über den 30. April 2020 hinaus verwendet werden.
        Die AMA weist darauf hin, dass grundsätzlich nur noch elektronische Ohrmarkensets versendet werden. Davon ausgenommen sind jene Betriebe, welche mittels Formblatt „Antrag auf Ausnahme von der Belieferung mit elektronischen Rinder-Ohrmarkensets“ technische Probleme bei im Stall eingesetzten Systemen im Zusammenhang mit der elektronischen Rinderkennzeichnung gemeldet haben.

        Neue Online-Plattform für Arbeitsvermittlung

        Online-Plattform zur Arbeitsvermittlung auf www.stmk.lko.at. Die Landwirtschaftskammer Steiermark und der Maschinenring haben in Abstimmung mit den Kammern der anderen Länder diese Online-Plattform zur Arbeitsvermittlung auf die Beine gestellt. „Unter www.stmk.lko.at können landwirtschaftliche Betriebe einfach ihren Arbeitskräftebedarf anmelden und auch nicht voll ausgelastete Mitarbeiter anderen Betrieben verfügbar machen.
        Einzelpersonen wie beispielsweise Studenten, zukünftige Hofübernehmer, Bäuerinnen und Bauern oder Personen mit entsprechendem Interesse können ihre Arbeitskraft ebenfalls online zur Verfügung stellen.
        Link Online-Plattform Arbeitsvermittlung

        Milchträchtigkeitstests weiterhin möglich!

        Um die Herdenfruchtbarkeit über laufende Trächtigkeitsdiagnosen weiterhin sicher stellen zu können, führt das Qualitätslabor St. Michael wie gewohnt die IDEXX-Milchträchtigkeitstests durch. Probenflaschen erhalten Sie über den Milchsammelwagen oder über das Qualitätslabor St. Michael (Telefon 03843/5110-0).

        Für Beratungsproben (Hemmstoffe, Keimzahl, Zellzahl) und Auskünfte steht das Labor in St. Michael ebenfalls weiterhin zur Verfügung

        Im Labor des Landes Steiermark musste auf einen Zweischichtbetrieb umgestellt werden, wodurch sich die Untersuchungskapazitäten verringerten.
        Es wird daher hinsichtlich der bakteriologischen Untersuchungen ersucht, in der aktuellen Situation nur mehr Akutproben an das Labor zu senden und vorübergehend von Bestandeskontrollen abzusehen.
        Herzlichen Dank für Ihr Verständnis.


        Milch - Newsletter Feb. 2020

        Milchmarkt aktuell
        2019 verhaltenes Milchaufkommen in der EU: 0,5 % mehr Milch in elf Monaten
        (Quelle: ZMB)
        In den ersten elf Monaten des Jahres 2019 ist das Milchaufkommen in der EU-28 im Schnitt nur um 0,5 Prozent gestiegen.
        Newsletter Februar 2020


        D4Dairy – Auftaktveranstaltung in Traboch

        Das Projekt D4Dairy – Digitalisierung, Datenvernetzung, Erkennung (Detection) und Unterstützung für die Entscheidungsfindung (Decision support) hat es sich gemeinsam mit ca. 40 Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und praktischen Bauern unter der Leitung der Rinderzucht AUSTRIA/ZuchtData zum Ziel gesetzt, die Möglichkeiten der Digitalisierung im Kuhstall, aber auch entlang der Wertschöpfungskette Milch weiterzuentwickeln und den Nutzen für den Bauern aber auch für die Gesellschaft zu erhöhen. Nach einem Jahr intensiver Vorbereitungen starten jetzt die Piloterhebungen, um die notwendigen Daten für die wissenschaftliche Bearbeitung der Fragestellungen zu gewinnen.

        24 Teilnehmer aus der Steiermark

        Dafür wurden nahezu 100 innovative Landwirte, die am D4Dairy Projekt Genetik und Genomik teilnehmen in den vergangenen 2 Wochen geschult. 24 Betriebe aus der Steiermark beteiligen sich an diesem Projekt. Die Informationsveranstaltung fand am 29. November in Traboch statt. Im Fokus der Schulungen standen die Information der Landwirte und die genaue Erklärung der Datenerfassung und Dokumentation.

        Tiergesundheit und Datenaustausch stehen im Fokus

        Ziel ist es unter anderem, die von Sensoren und Systemen am Betrieb generierten Informationen auch für die Zucht auf Tiergesundheit zu nutzen. Es wird geprüft, ob Informationen über das Tierverhalten, die von Sensoren abgeleitet werden, auch für die züchterische Verbesserung der Klauengesundheit oder der Stoffwechselstabilität genutzt werden können. Derzeit sind Klauengesundheit und Stoffwechselstabilität im Gesamtzuchtwert nicht berücksichtigt. Des Weiteren wird am Aufbau von Schnittstellen zum Datenaustausch von Systemen gearbeitet, damit Informationen wie Kalbungen, Besamungen, etc. vom Landwirt nicht mehrfach erfasst werden müssen. Die Zusammenführung von Daten aus verschiedenen Datenquellen ist auch die Grundlage, dass an neuen aussagekräftigeren Parametern geforscht werden kann. Während der 15-monatigen Laufzeit der Piloterhebungen werden an den Betrieben viele zusätzliche Gesundheitsmerkmale erfasst, um die Möglichkeit der Ableitung von Hilfsmerkmalen zu überprüfen. Den teilnehmenden Landwirten, dem LKV, der Rinderzucht Steiermark, den teilnehmenden Firmen, Klauenpflegern und Tierärzten ist es zu verdanken, dass die Datenerhebung in diesem Umfang stattfinden kann.
        Mag. Kristina Linke


        D4Dairy Pilotbetriebe und Projektteam am 29.11.2019 bei der Rinderzucht Steiermark in Traboch


        Landesschulmilchtag 2019

        Obmann Hermann Madl konnte zum Landesschulmilchtag am 6. September 2019 in den Räumen der Genostar Rinderbesamung in Gleisdorf zahlreiche Schulmilchbauern, Experten und die Milchkönigin Doris Haissl begrüßen. „Die Milchbauern sehen sich zunehmend mit Angriffen auf die Milch durch Mitbewerber am Markt konfrontiert“, erläuterte Madl in seinem Bericht.

        Lesen Sie mehr!


        Mitgliederrundschreiben August 2019

        Elektronische Rinderohrmarken – LKV stellt Ohrmarkenzangen zur Verfügung
        Jeder EU-Mitgliedsstaat muss sicherstellen, dass die Kennzeichnung von Rindern mithilfe elektronischer Kennzeichen als Kennzeichnungsmittel möglich ist. Auch in Österreich wird verpflichtend die elektronische Ohrmarke eingeführt. Elektronische Rinderohrmarken – LKV stellt Ohrmarkenzangen zur Verfügung

        Lesen Sie mehr im aktuellen LKV Rundschreiben


        Änderungen in der Qualitätsbezahlung der Rohmilch

        Mit der bevorstehenden Änderung der Erzeuger-Rahmenbedingungen-Verordnung wird die Bewertung von Keimzahl und Zellzahl angepasst. Parallel dazu wird die AMA eine abgeänderte Umrechnung der Impulszahl des Keimzahlgerätes in die Keimzahl sowie deren Messobergrenze zur Harmonisierung mit Deutschland verlautbaren. Der neue Umrechnungs- und Bewertungsmodus für die Qualitätsbezahlung der Rohmilch wird ab 1. Jänner 2019 anzuwenden sein.


        Änderungen in der Qualitätsbezahlung
        Änderungen in der Qualitätsbezahlung


        Rechnen zahlt sich aus

        Sie kennen die Leistung Ihrer Milchkuhherde, Ihr Milchgeld, Sie wissen, wie viel für ein Zuchttier zu erlösen ist, aber wissen Sie auch, wie viel wirklich als Einkommen übrig bleibt? Steht der Betrieb auf mehreren „Standbeinen“? Macht eine meiner Produktionssparten Verlust, der „Querfinanziert“ werden muss? Lohnt sich ein Umstieg, z.B. auf Bio? Jungvieh auslagern? Unangenehme Fragen?
        Von einem Deckungsbeitrag und den Fixkosten, die man davon in Abzug bringt, hat schon jeder einmal gehört, aber wie den Deckungsbeitrag berechnen (falls man kein Betrieb mit Buchführung ist)?
        Eine sehr einfache und praktische und vor allem kostenlose Hilfe ist auf der Internetseite der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft, kurz AWI zu finden.



        Benutzt man den Link Bundesanstalt für Agrarwissenschaft so gelangt man zu einer umfangreichen Auswahl an Berechnungsvorlagen für unterschiedliche Betriebszweige und Produktionssparten.

        Die Eingabemasken für die Berechnung sind sehr einfach gehalten und mit teils mit Standardwerten befüllt, man kann aber auch eigene Zahlen verwenden, sowie unterschiedliche Szenarien darstellen. Beim Klick auf ein „+“ werden detaillierte Informationen zu den vorgeschlagenen Werten gegeben, es gibt dort auch die Möglichkeit - falls vorhanden- eigene Zahlen zu verwenden.

        Zusammenfassend gilt: ausprobieren, schmökern, eigene Schlüsse daraus ziehen, und vor allem das eigene Gespür „nachschärfen“. Es zahlt sich sicher aus!


        Auftaktveranstaltung zum Klauen-Q-Wohl

        Klauen: Das Fundament für eine erfolgreiche Milchproduktion



        Mit dem Projekt Klauen-Q-Wohl wird eine wichtige Lücke in der Datenaufzeichnung für Gesundheitsmerkmale beim Rind geschlossen. Es werden zwar bereits Diagnosen von Klauenerkrankungen über Tierärzte zentral erfasst und Abgänge aufgrund von Klauenerkrankungen routinemäßig erhoben, allerdings überwiegend nur Informationen von Kühen, bei denen der Schweregrad der Erkrankung bereits weit fortgeschritten ist. Die regelmäßige und vollständige Dokumentation der Klauenpflege soll vor allem Veränderungen und der Ursache von Lahmheiten näher auf den Grund gehen und einen wertvollen Beitrag leisten, damit eventuelle Probleme frühzeitig erkannt werden.

        Lesen Sie mehr im PDF Dokument.
        Auftakt Klauen Q-Wohl
        Klauen Atlas
        Klauen Q-Wohl auf ZAR.AT


        Monitoring von Beta Kasein über die Genomische Selektion

        Dr. H. Schwarzenbacher (ZuchtData), Dr. R. Emmerling (LfL Grub) Prof. Dr. K. U. Götz, (LfL Grub) für das ZWS-Team DE-AT-CZ

        Ab Oktober 2017 wird im Rahmen der Routine zur Genomischen Selektion auch der Allelstatus der Tiere für die verschiedenen Beta Kasein Varianten über die SNP-Chip Genotypisierung bestimmt. Die Ergebnisse werden in Form der beiden Hauptallele A1 und A2 für die untersuchten Tiere veröffentlicht. Im Verlauf des letzten Jahres haben die Anfragen aus der Praxis zu diesem Thema sprunghaft zugenommen. In diesem Artikel soll der Frage nachgegangen werden, ob der Hype um die A2 Milch durch die wissenschaftliche Faktenlage zu rechtfertigen ist.

        Kaseine in der Milch
        Das Kuhmilcheiweiß setzt sich zu 80% aus Kaseinen und zu rund 20% aus Molkeneiweiß zusammen. Beta-Kasein ist innerhalb der Kaseineiweiße mit rund 30% der zweitwichtigste Bestandteil. Durch Mutationen sind im Laufe der Stammesgeschichte des Rindes verschiedene Varianten von Betakasein entstanden. Derzeit sind 15 solche Varianten bekannt. Die Beta-Kaseine A1 und A2 sind dabei bei unseren Rindern die weitaus häufigsten Varianten. Wesentlich seltener kommen die Varianten A3 (A2-ähnlich), B (A1-ähnlich), C (A1-ähnlich) und I (A2-ähnlich) vor. Die Frequenz des A2 Allels liegt derzeit bei Fleckvieh bei rund 60-65%, bei Holsteins zwischen 60 und 70% und bei Braunvieh zwischen 80-85%. Es gibt Rinderrassen wie das Guernsey oder Jersey Rind mit sehr hohen A2 Frequenzen bzw. Rassen wie die Norwegischen Roten mit sehr hohen A1 Frequenzen.

        Hypothesen ab Ende der 90er Jahre
        Die Diskussion um A1 bzw. A2 begann bereits Ende der 90er Jahre. Dreh- und Angelpunkt der Diskussion ist ein Stoff, der beim Abbau von A1 Milch im Verdauungstrakt entsteht: Beta-Casomorphin 7 (BCM-7). Dieser Stoff wird beim Abbau von A2 Milch nicht oder nur in sehr geringen Mengen gebildet. BCM-7 wurde zunächst mit einem erhöhten Risiko für die Entstehung von Krankheiten wie Typ1 Diabetes, Herzinfarkt und Autismus in Verbindung gebracht. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und das deutsche Max-Rubner-Institut haben in den Jahren 2009 bzw. 2016 die betreffenden Studien geprüft und kamen zu dem Schluss, dass es keine wissenschaftlich belegten Zusammenhänge zwischen dem Konsum von A1-Milch und den genannten Erkrankungen gibt.

        Milchallergien und -unverträglichkeiten
        In den letzten Jahren hat sich die A2 Diskussion vermehrt auf das Thema Milchunverträglichkeit verlagert. Hier müssen zunächst einmal die Begriffe Milchallergie und Milchunverträglichkeit geklärt werden. Bei einer Allergie reagiert das menschliche Immunsystem auf das Milcheiweiß (häufig auf Kasein-Hauptbestandteil αS1) mit schweren Symptomen. Bei einer Unverträglichkeit dagegen reagiert vor allem die Verdauung. Der Mensch, der an einer Unverträglichkeit leidet, verträgt das Milcheiweiß bis zu einer individuellen Toleranzgrenze. Dann reagiert der Körper mit Blähungen, Krämpfen und Durchfall. Während sich eine Allergie durch einen Bluttest eindeutig nachweisen lässt, ist dies bei einer Milcheiweißunverträglichkeit nicht möglich. Daneben gibt es noch die Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz). Diese tritt bei rund 20% der erwachsenen Bevölkerung auf und ist durch eine genetisch bedingte Beeinträchtigung der Produktion des Enzyms Laktase verursacht, die den Milchzucker im Körper abbaut. Obwohl die Symptome der Laktoseintoleranz einer Milcheiweißunverträglichkeit ähnlich sind, sind die Ursachen doch grundverschieden.

        Aktuelle Humanstudien
        Es gibt derzeit zwei Studien die beim Menschen durchgeführt wurden und den Einfluss des Konsums von A1 bzw. A2 Milch untersucht haben. Beide Studien sind mit 41 bzw. 45 Teilnehmern mit Milchunverträglichkeiten als eher klein zu beurteilen. Außerdem ist zu beachten, dass die untersuchten Personen aus Asien stammten und vor Beginn der Studie angegeben hatten, dass sie Milch im Allgemeinen schlecht vertragen. Die Studien zeigten für diese Personen weniger Beschwerden beim Konsum von A2 Milch. Dies traf auch für die Teilnehmer mit nachgewiesener Laktoseintoleranz zu. Dieses Ergebnis ist unerwartet, denn A2 Milch weist einen normalen Milchzuckergehalt auf. Diese beiden Studien sind zwar ernstzunehmende Arbeiten, reichen aber bei weitem nicht für eine abschließende Beurteilung aus. Insbesondere fehlt eine Beurteilung der Relevanz der statistischen Befunde. Erschwerend kommt hinzu, dass die beiden Humanstudien von der a2 Milk Company Limited (Neuseeland) finanziert und mit verfasst wurden

        Schlussfolgerung
        Die Milch unserer Kühe enthält ohnehin schon 65% bis 80% A2-Kasein. Ernsthafte gesundheitliche Beeinträchtigungen durch den Konsum von A1-haltiger Milch können nach sorgfältiger Abklärung durch renommierte europäische Einrichtungen so gut wie sicher ausgeschlossen werden. Nach den vorliegenden Ergebnissen zu Verdauungsbeschwerden durch A1-haltige Milch könnte reine A2-Milch ein interessantes Produkt für den asiatischen Markt werden. Dies gilt aber in erster Linie für Trinkmilch, Käseprodukte und andere Milcherzeugnisse sind noch nicht abgeklärt. Ob die Ergebnisse für den europäischen Markt überhaupt irgendeine Relevanz besitzen, kann im Moment noch nicht gesagt werden, hierzu wären europäische Studien notwendig. Die Erfahrungen aus 5.000 Jahren Milchkonsum lassen jedoch nicht allzu viel erwarten. Angesichts der internationalen Konkurrenz in der Rinderzucht im Genomik-Zeitalter sollten wir uns genau überlegen welche zusätzlichen Merkmale wir in den Selektionsprozess aufnehmen. Eine radikale Selektion auf A2/A2-Bullen würde uns zwei Drittel aller Selektionskandidaten kosten. Wir sollten daher abwarten, bis belastbare und wissenschaftlich abgesicherte Fakten vorliegen, bevor wir Milcheiweißvarianten in der Zucht berücksichtigen. Bis dahin sollten wir die Genotypisierung der A1/A2 Variante im Sinne eines genetischen Monitorings weiterführen.

LKV Info 12.09.2020

Milchmarkt aktuell September 2020
In der EU ist das Milchaufkommen im ersten Halbjahr von 2020 um 1,4 Mio. t höher ausgefallen als im Vorjahreszeitraum. Etwa 0,45 Mio. t davon sind allerdings dem zusätzlichen Produktionstag am 29. Februar zuzuschreiben. Dies bedeutet einen Anstieg im Tagesdurchschnitt in der EU‐27 um 1,3 %.
Milchmarkt September neu 2020
Milchmarkt September 2020

LKV Info 13.08.2020

Milch - Newsletter August 2020

Milchmarkt aktuell
Die Milchanlieferung in der EU befindet sich in Summe noch auf vergleichsweise hohem Niveau. Von Jänner bis Mai 2020 wurde die Vorjahresmenge um 2 Prozent übertroffen (schaltjahrbereinigt um + 1,3 Prozent). Im Mai machte das Plus nur mehr 0,5 Prozent aus. Auffallend ist, dass die Anlieferung von Bio-Milch in der EU nach wie vor wesentlich expansiver als das gesamte Milchaufkommen ist. Das Wachstum des Milchaufkommens in den Exportländern (Drittländern) hat sich im Mai deutlich verlangsamt.
Newsletter August 2020

LKV Info 07.05.2020

Milch - Newsletter Mai 2020

Milchmarkt aktuell
Das weltweite Milchaufkommen ist bisher im heurigen Jahr steigend. In der EU lag die Anlieferung im ersten Quartal knapp zwei Prozent höher als im Vorjahr. Auch außerhalb der EU entwickelt sich das Milchaufkommen überwiegend expansiv.
Newsletter Mai 2020

LKV Info 30.03.2020

EU: Mehr Milch im Januar

(ZMB/WO) Die expansiven Tendenzen bei der Milchanlieferung an die europäischen Molkereien, die in den letzten Monaten von 2019 zu beobachten waren, haben sich zu Beginn von 2020 fortgesetzt. Im Januar 2020 war in der EU-27 - ohne das Vereinigte Königreich, das am 31.01.2020 offiziell aus der Gemeinschaft ausgetreten ist - ein Anstieg um 1,6 % zu beobachten. In den Niederlanden erholt sich das Milchaufkommen wieder, nachdem es 2018 und 2019 aufgrund der Phosphatregulierung geschrumpft war.
Milchmarkt aktuell


LKV Info 20.09.2019

EU-Milchanlieferung – Wachstum abgeschwächt

(ZMB/WO) Das Vorjahresniveau der Juli-Anlieferung wurde im Schnitt leicht um 0,4 % übertroffen. Das stärkste Wachstum ist weiterhin in Irland zu beobachten. In Deutschland, Frankreich und den Niederlanden wurde das Vorjahresniveau weiter unterschritten. In den ersten sieben Monaten von 2019 weist die Milchanlieferung in der EU mit einem leichten Plus von 0,3 % ein deutlich schwächeres Wachstum als in den Vorjahren auf. Auch in Österreich gingen die Anlieferungen merklich zurück.

Milcherzeugung in Drittländern

Das Milchaufkommen der Exportländer insgesamt ist in den ersten sieben Monaten von 2019 leicht gesunken. Weitgehende Stagnation ist in Europa und Nordamerika, rückläufiges Milchaufkommen ist in Südamerika und Ozeanien zu beobachten.

Mehr Nachfrage am Weltmarkt

Während das Angebot an Milch in den Exportländern insgesamt zurückgegangen ist, sind die Lieferungen der größten Exporteure auf den Weltmarkt gestiegen. Durch höheren Welthandel sind weltweit die Bestände an Milchprodukten verringert worden.

Milchpreisentwicklung in der EU etwas uneinheitlich

Im Juni und Juli waren aufgrund der gesunkenen Fettverwertung überwiegend Preisrückgänge zu beobachten. Die Preise für Versandmilch, Magermilchkonzentrat und Industrierahm an den Spotmärkten haben im August und Anfang September aber angezogen. Deutlich erholt haben sich die Milchpreise im laufenden Jahr in den USA, nachdem sie 2018 deutlich nachgegeben hatten.

Ketose Indikator aus der MLP-Milchprobe

Ketose erkennen und vorbeugen

Die Ketose ist eine häufig vorkommende Stoffwechselerkrankung von Milchkühen. Sie tritt in den ersten Wochen nach der Abkalbung durch Störungen im Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel auf. Es kommt zur Abmagerung, zu Milchleistungsabfall sowie zu erhöhtem Auftreten von Ketonkörpern im Blut, Harn und der Milch. Die Atemluft riecht süßlich-obstartig. Die Tiere sind matt, schwach und zeigen wenig Appetit. Der Kot wird fester und dunkler als normal. Bereits leicht erkrankte Tiere zeigen in dieser Phase erhöhte Milchfettgehalte und einen engen Fett-Eiweiß-Quotient in der Milch. Es kommt zur Schädigung der Leber.

Ursachen

Vor allem die energetische Unterversorgung zu Laktationsbeginn ist die Hauptursache der Ketose. Der Grundstein dafür wird zumeist bereits zu Laktationsende bzw. in der Trockenstehzeit der vorangegangenen Laktation gelegt. Kühe, die verfettet zur Abkalbung kommen, nehmen weniger Futter und damit auch Energie in den ersten Laktationswochen auf. In der Folge kommt es zu einem überschießenden Körperfettabbau und zur Anhäufung von Ketonkörpern im Organismus. Eine zu geringe Futteraufnahme kann aber auch auf das Auftreten anderer Erkrankungen, wie Pansenübersäuerungen, Milchfieber, Mastitis, Schwergeburten, schlechte Futterqualität, unzureichende Futtervorlage sowie Klauen- und Gliedmaßenleiden, zurückgeführt werden. Vereinzelt treten Ketosen auch beim Einsatz von schlecht vergorenen Silagen (Buttersäure!) auf. Auch bei Zwillingsträchtigkeiten besteht ein erhöhtes Ketoserisiko.

Maßnahmen zur Verminderung des Ketoserisikos

  • Verfettung am Ende der Laktation und in der Trockenstehzeit verhindern
  • Trockenstehende Kühe separat aufstallen und raufutterbetont füttern
  • Gleitende Futterumstellung in den letzten 2–3 Wochen vor der Abkalbung (Vorbereitungsfütterung)
  • Optimalen Kuhkomfort besonders kurz vor und nach der Abkalbung sicherstellen
  • Hohe Grundfutterqualität und bestes Fütterungsmanagement zu Laktationsbeginn, hohe Energie- und Eiweißversorgung anstreben
  • Propylenglykol, Glycerin bzw. Natriumpropionat an Risiko-Kühe verabreichen
  • Biobetriebe sollen vermehrt Körnermais zu Laktationsbeginn füttern

Mängel in den Bereichen Fütterung, Haltung, Stallung, Klima und Tierbetreuung können durch den Einsatz von Futterzusatzstoffen nicht kaschiert werden.

Was ist KetoMIR"?

„KetoMIR" wurde im Rahmen des OptiMIR-Projektes basierend auf Ketose- Diagnosen aus dem GMON-Projekt und MIR-Spektraldaten entwickelt.

Das Programm errechnet für MLP-Proben aus den ersten 120 Laktationstagen eine von drei Ketose- Risikoklassen:
1 = geringes Ketose-Risiko - grün
2 = mittleres Ketose-Risiko (subklinisch) - gelb
3 = hohes Ketose-Risiko (klinisch) - rot

Klauenprofi

Die App Klauenprofi ermöglicht es LKV-Mitgliedsbetrieben in Österreich die Klauenpflege Ihrer Rinder schnell und einfach zu dokumentieren.
Wichtige Funktionen:

Trächtigkeitstest

Fruchtbarkeitsstörungen haben teils erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen. Das LKV-Fruchtbarkeitspaket bietet automatische Trächtigkeitsuntersuchungen im Rahmen der Milchkontrolle an. Dadurch können nicht trächtige Tiere frühzeitig erkannt und Kosten gespart werden.
Für alle Kühe der Herde wird von Ihrem LKV-Betreuer ab dem 28. Trächtigkeitstag zweimal automatisch ein Milch-Trächtigkeitstest durchgeführt. Denn es ist zu beachten, dass über 10 % der Trächtigkeiten zwischen dem 28. und 60. Tag verloren gehen. Diese Aborte werden häufig zu spät erkannt - mit der Folge eines ökonomischen Verlustes.

Der neue LKV Herdenmanager

Unter „Mein Betrieb“ steht Ihnen ab sofort der neue LKV-Herdenmanager zur Verfügung. Nützen Sie dieses Angebot und erfahren mehr über Ihren Betrieb und Ihre Tiere. 

Im Menü Stoffwechsel steht auch das neue Service KetoMir für Sie bereit. Das Brunstrad im Menü Aktionslisten gibt ihnen einen schnellen Überblick über den Fruchtbarkeitsstatus Ihrer Herde. 

Nähere Informationen erhalten Sie von Ihrem Kontrollassistenten oder rufen Sie im LKV-Büro unter 03112/2231-7743 an.
Nutzen Sie auch die Möglichkeit Eigenbestandsbesamungen online zu melden.

QplusKuh

LKV Mitglieder die am AMA-Gütesiegel Haltung von Kühen mit dem Zusatzmodul QplusKuh teilnehmen, erhalten einen Kontrollkostenzuschuss für dieses Modul. Die LKV-Austria tritt als Bündler für die Beantragung der Förderung auf. Die Abwicklung wird vom LKV-Steiermark durchgeführt.

Der Kontrollkostenzuschuss wurde für die am Qualitätssicherungsprogramm teilnehmenden Betriebe für das Kontrolljahr 2019 am 29. Mai 2020 ausbezahlt. Bei einigen Betrieben muss eine Nachreichung von Formularen vorgenommen werden. Hier könnte sich die Auszahlung etwas verzögern.
Im Kontrolljahr 2019 werden die Beiträge für

  • Milchkühe in der Höhe von € 30,0 je Kuh für
  • Mutterkühe in der Höhe von € 10,0 Euro je Kuh und für
  • Schafe und Ziegen in der Höhe von € 12,0 je Milchschaf oder Milchziege gefördert.
  • Ab 2020 gibt es auch einen Kontrollkostenzuschuss für Aufzuchtbetriebe in der Höhe von € 8,0 je Aufzuchttier.

Dafür sind die entsprechenden Richtlinien einzuhalten Lesen sie dazu mehr!

Schnupperangebot:

Der LKV-Steiermark bietet Ihnen eine kostenlose Schnupperkontrolle mit dem gesamten Service des LKV an. Das zuständige Kontrollorgan stellt Ihnen das Angebot des LKV vor und hilft Ihnen bei der Interpretation der Daten und Berichte. Danach haben Sie einen Monat Zeit sich zu entscheiden, ob Sie dem LKV beitreten wollen.
Bei Interesse füllen Sie dazu einfach das Kontaktformular aus. Ein Mitarbeiter wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen.

KONTAKTIEREN SIE UNS

Landeskontrollverband Steiermark    |    Am Tieberhof 6    |    A-8200 Gleisodrf    |   +43 3112 22 31 77 43

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